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06.11.2013 Presseaussendung

LEIHARBEITSPROBLEMATIK ZEIGT VERSÄUMNISSE DER REGIERUNG AUF!

In einem Büro. Eine Frau in grüner Arbeitskleidung wischt den Staub von dem Bild, das über dem Schreibtisch hängt.

Grüne stellen Antrag auf Verbesserung des Lohndumpingbekämpfungsgesetzes

„Wenn Leiharbeitsunternehmen auf andere zeigen und ,Lohndumping‘ schreien, dann ist das eine absurde Intervention. Denn es ist die Branche der Leiharbeit selbst, egal ob in- oder ausländische Anbieter, welche die Probleme verursacht. Sie degradiert die ArbeitnehmerInnen zu reiner Verschubmasse“, sagt Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen.

 

Der Verweis der österreichischen Leiharbeitsbranche auf Lohndumping ausländischer Unternehmen legt aber auch Finger in Wunden, welche ÖVP und SPÖ in der letzten Regierungsperiode offen gelassen haben. „Das Lohndumpingbekämpfungsgesetz muss wirkungsvoller sein und die Kontrollen sind nicht effektiv genug“, meint Schatz und ergänzt: „Das Problem ist, dass nicht alle Lohnbestandteile vom Gesetz erfasst und die Sanktionsmechanismen in der Praxis eher wirkungslos sind. Die Grünen haben bereits im März 2011 einen umfassenden Verbesserungsvorschlag eingebracht, der am Widerstand der ÖVP gescheitert ist. Wir werden unseren Antrag dazu demnächst wieder einbringen“.

 

„Neben der Reparatur des Lohndumping-Bekämpfungsgesetzes und der effektiveren Gestaltung der Kontrollen müssen der Leiharbeit aber auch klare Grenzen gesetzt werden“, sagt Schatz.
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