LÖHNE IM SOZIALBEREICH MÜSSEN DEUTLICH STEIGEN
"Niedriglöhne sind ein Ausdruck von Geringschätzung", so Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der GRÜNEN, zur Demonstration der Beschäftigten im Sozialbereich.
„Diese Menschen schaffen mit ihrer Arbeit Leistungen und Werte, die unsere heutige Gesellschaft vom Elend und der Menschenverachtung früherer Zeiten abhebt. Es ist daher einfach nur beschämend, dass ArbeitgeberInnen und Politik diesen nicht einmal eine Lohnerhöhung im Ausmaß der Inflationsrate zubilligt.“
„Auf die Menschen im Sozialbereich werden wir alle irgendwann einmal angewiesen sein“, meint Karl Öllinger, Sozialsprecher der GRÜNEN. „Auch ein Bankdirektor, ein Minister oder ein Großindustrieller werden irgendwann einmal in die Situation kommen, nicht mehr allein aufstehen zu können, nicht mehr allein auf die Toilette gehen zu können oder sich allein im öffentlichen Raum nicht mehr zurechtzufinden. Wir sollten uns alle heute fragen, ob es uns dann recht sein wird, dass die Menschen, von denen wir abhängig sind, schlecht bezahlt sind“, so Öllinger.
„Die Löhne im Sozialbereich müssen deutlich steigen, und zwar nicht nur im Jahr 2013, sondern überhaupt und auf Dauer“, fordert Schatz. Die Kultur und der Zivilisationsgrad einer Gesellschaft ist daran zu messen, wie sie mit ihren Ärmsten und Schwächsten umgeht. Öllinger ergänzt: „Und es ist ein Zeichen fehlenden Bewusstseins und der Geringschätzung, wenn jene, die sich tagein tagaus um kranke, gebrechliche und pflegebedürftige Menschen kümmern, mit ihren Löhnen am untersten Ende der Lohnskala befinden. Oder anders gefragt: Wollen Sie im Alter von einem Manager der Hypo-Alpe-Adria oder von ausgebildetem und motiviertem Pflegepersonal betreut werden?“