LONG-COVID: SBG. DIAGNOSTIKZENTRUM UND MEHR REHABILITATION
"Die Zeit drängt. Betroffene müssen rasch jede Hilfe erhalten, die sie kriegen können."
„Viele COVID-19-Erkrankte leiden nach überstandener Krankheit an den Spätfolgen der Infektion. In Salzburg geht man davon aus, dass aktuell rund 5.000 Personen von Long-COVID betroffen sind.“ LAbg. Kimbie Humer-Vogl, Klubchefin der GRÜNEN im Salzburger Landtag, bringt am Mittwoch im Landtagsausschuss einen Antrag ein, mit dem das Land aufgefordert, zu prüfen, welche zusätzlichen Angebote für die Behandlung von Long-COVID Patient*innen geschaffen werden können. „Die Zeit drängt. Betroffene müssen rasch jede Hilfe erhalten, die sie kriegen können“, so Humer-Vogls Appell.
Long-COVID Diagnostikzentrum schaffen
„Da die Krankheit neu ist, gibt es derzeit noch wenig Therapiemöglichkeiten für Long-COVID-Patient*innen. Auch in Salzburg hinken wir da aktuell noch hinterher“, so die Klubobfrau. „Wir brauchen dringend ein interdisziplinäres Diagnostikzentrum, an das Betroffene sich wenden können. Dort müssen Spezialist*innen aus unterschiedlichen Fachgebieten zusammenarbeiten. Es braucht ganz spezielle Verfahren, um Long-COVID zu diagnostizieren“, so Humer-Vogl. Um festzustellen, ob jemand an Long-COVID leidet, reiche ein Lungenfunktionstest nicht aus. „Es müssen Untersuchungen mit speziellen kardiologischen und laborchemischen Diagnostikverfahren erfolgen“, so die Abgeordnete. Die Kosten für diese Verfahren sollen von der Österreichischen Gesundheitskasse übernommen werden.
Rehabilitationsangebot derzeit nicht ausreichend
Ergänzend dazu fordert sie mehr stationäre Rehabilitation: „In einer spezialisierten Einrichtung können Erkrankte umfassend begleitet und behandelt werden, damit sie wieder schneller in den Alltag und den Beruf zurückzufinden.“ Das Uniklinikum biete derzeit zwar ein ambulantes Rehabilitationsprogramm für 80 Long-COVID-Betroffene an. „Die Plätze reichen aber bei weitem nicht aus“, so Humer-Vogl abschließend.