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14.06.2014 Presseaussendung

MASTERPLAN ZU KLIMASCHUTZ UND ENERGIE 2020 IN ARBEIT!

Großaufnahme einer Photovoltaikanlage

LH-Stv.in Astrid Rössler und LR Josef Schwaiger: Gemeinsame Kraftanstrengung aller Ressorts nötig!

Salzburg hat vor drei Jahren das Erreichen einer klimaneutralen, energieautonomen und nachhaltigen Klima- und Energiepolitik bis 2050 mit definierten Zwischenzielen 2020, 2030 und 2040 als klima- und energiepolitische Leitlinie festgelegt und ein erstes Maßnahmenprogramm beschlossen.

 

Seit einem Jahr wird von den ressortzuständigen Regierungsmitgliedern Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler und Landesrat Josef Schwaiger das Programm „Salzburg 2050 klimaneutral.energieautonom.nachhaltig“ weiterentwickelt. Zum Erreichen des wichtigen ersten Zwischenzieles für 2020 – 50 Prozent Anteil an erneuerbarer Energie und minus 30 Prozent Treibhausgasemissionen – wird derzeit ein „Masterplan Klimaschutz und Energie 2020“ entwickelt.

 

„Die Frage, der wir uns zu stellen haben, lautet längst nicht mehr: ‚Gibt es einen vom Menschen verursachten Klimawandel oder nicht?‘, sondern ‚Wie schaffen wir es, den Temperaturanstieg in den kommenden Jahrzehnten in einem Ausmaß zu halten, dass eine Anpassung an die Veränderung möglich bleibt'“, sagt Landeshauptmann-Stellvertreterin und Klimaschutzreferentin Astrid Rössler in einem gemeinsamen Informationsgespräch mit Energiereferent Landesrat Dipl.-Ing. Dr. Josef Schwaiger. „Unser Auftrag ist demgemäß, Ziele zu formulieren und umfassende Maßnahmen zu entwickeln, die es uns ermöglichen, einen Beitrag zur Verlangsamung der Klimaerwärmung zu schaffen. Wir haben deshalb ein ehrgeiziges Programm in Auftrag gegeben, das diese Ziele über alle Ressorts definieren wird. Denn nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung wird es gelingen, eine Anpassungsstrategie zu erarbeiten.“

 

„Wir nehmen mit diesem Masterplan unsere Verantwortung ernst und werden gemeinsam in der Regierung die Maßnahmen zur Zielerreichung setzen. Uns muss aber klar sein, dass dieses Thema auch österreichweit intensiviert werden muss“, sagt Energiereferent Schwaiger. „Wir in Salzburg haben zwar schon gut 44 Prozent erneuerbare Energie – gemessen am gesamten Energieverbrauch, aber wir wissen, dass natürlich die nächsten Prozentpunkte die Schwierigeren sein werden. Konkret geht es uns um das richtige Maßnahmenbündel. Wir müssen uns im Klaren sein, wenn wir an einer Schraube drehen, dann müssen wir an anderer Stelle nachjustieren.“

Nächste Schritte für Masterplan Klimaschutz und Energie 2020

  • Erarbeitung eines Vorschlages zur Festlegung von Energieeffizienz- und Ausbauzielen für erneuerbare Energien an die Landesregierung bis Herbst 2014.
  • Erarbeiten eines Vorschlages zur Festlegung von Energieeffizienz- und Treibhausgasemissionsreduktionszielen für die Ressorts/Abteilungen auf Basis der ermittelten Reduktionsmöglichkeiten im Land Salzburg in den einzelnen Verursachersektoren bis Herbst 2014.
  • Erarbeitung eines „Maßnahmenprogrammes 2“ bis Jahresende 2014.
  • Die Ziele der Leitstrategie sollen durch „Salzburg 2050 Partnerschaften“ primär mit Unternehmen und Institutionen, an denen das Land Salzburg beteiligt ist, sowie durch ein mit dem e5-Programm und dem Klimabündnis abgestimmtes Gemeindepaket weiter in die Breite getragen werden
  • Erarbeiten einer grundlegenden Handlungsstrategie „Klimawandelanpassung Salzburg“ mit den betroffenen Abteilungen und Organisationen, die auch erste konkrete Umsetzungsschritte enthält und das auch auf die Bedürfnisse der Gemeinden und Regionen abstellt.
  • Die Landesregierung richtet einen Energie- und Klimaschutzbeirat ein.

 

 

Derzeit werden die Potenziale in einer wissenschaftlichen Studie vertieft, um die ersten Grob-abschätzungen mit konkreten Zahlen und Maßnahmen zu hinterlegen. Die Ergebnisse liegen bis Anfang September vor und bilden die Ausgangslage für die politischen Gespräche im Herbst.

 

Der größte Fokus liegt auf Einsparungen und Steigerung der Energieeffizienz, welche zusammen einen Beitrag von jedenfalls mehr als 50 Prozent abdecken müssen und eine große Herausforderung sein werden. Der Anteil erneuerbarer Energieträger soll von derzeit 44 Prozent auf 50 Prozent bis 2020 gesteigert werden. Wichtig ist die Nachhaltigkeit der Maßnahmen: Also möglichst wenig Flächenverbrauch und effiziente Standorte.

 

 

​Genauere Informationen dazu gibt es auf salzburg.gv.at >

​Bericht der Salzburger Nachrichten >