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07.05.2021 Presseaussendung

MEHR GELD FÜR SCHUTZZÄUNE GEGEN FISCHOTTER

Zwei Fischotter schwimmen am Rücken liegend in Ufernähe.

"Für eine Koexistenz der Fischbestände und dem Otter muss das Land reagieren und mehr Geld für Schutzzäune bereitstellen."

„Die einzig wirksame Maßnahme, um die Fischbestände vor dem Otter zu schützen, sind Schutzzäune.“ LAbg. Kimbie Humer-Vogl, Klubchefin der GRÜNEN im Salzburger Landtag, hat im April wegen der zunehmenden Probleme der Teichwirtschaft die Fischzuchtanlage Hallein besucht: „Für die Teichwirtschaft ist die Rückkehr des Otters eine wirtschaftliche Bedrohung. Doch eine Koexistenz ist möglich, wenn Maßnahmen zum Schutz der Fische gesetzt werden.“ Sie fordert eine deutliche Aufstockung der Fördersumme des Landes für Schutzzäune.

„Land muss 80 Prozent der Kosten übernehmen“

„Die Wiederausbreitung des Fischotters in Salzburg ist aus Naturschutzsicht ein großer Erfolg, weil er auch in Salzburg schon fast ausgerottet war. Doch – ähnlich wie der Wolf – ist er nicht überall willkommen“, so die GRÜN-Abgeordnete. „In der kalten Jahreszeit gibt es in den Gewässern nur wenig Fische. Der Otter geht dann vermehrt in den Teichanlagen der Fischzuchtbetriebe auf die Jagd. So war das auch in Hallein. Der Fischereiverein hat deshalb einen Entnahmeantrag gestellt, der aber 2020 abgelehnt wurde. Die Bezirkshauptmannschaft hat auf den hohen Schutzstatus der Tiere verwiesen und auf gelindere Mittel verwiesen – wie eben Schutzzäune“, so Humer-Vogl. Den Fischereiverband habe die Errichtung der Zäune sage und schreibe 80.000 Euro gekostet. „Das ist viel zu wenig. Die Gemeinde Hallein beschäftigt sich auf Anregung der GRÜNEN dort schon intensiv damit, wie man dem Fischereiverein, der seine Anlage erweitern will, mehr Unterstützung zukommen lassen kann. Was es ergänzend dringend braucht, ist eine höhere Subventionierung der Zäune“, so die GRÜN-Abgeordnete. Sie fordert, dass das Land 80 Prozent der Kosten übernimmt.

„Der Fischotter ist nicht die einzige Bedrohung“

„Bei dem Austausch mit den Fischern in Hallein wurde mir gleichzeitig erzählt, dass der Otter nicht die einzige Bedrohung für die Fischzucht darstellt“, so Humer-Vogl. Der Bestand sei von vielen Seiten bedroht. „Neben ökologisch toten Gewässern, sind das fehlende Laichplätze abseits der großen Flüsse und nicht-funktionierende Fischtreppen. Außerdem wollen Konsument*innen viel Fisch essen, aber nur wenig dafür bezahlen. „Das Fazit meines Besuchs in Hallein war, dass der Otter das Fass nur noch zum Überlaufen bringt.“ Schutzmaßnahmen seien daher das Gebot der Stunde. „Die Fischerei ist eine alte Tradition. Fördern wir Schutzzäune, kann nicht nur der Otter weiterbestehen. Auch die Teichwirtschaft profitiert davon“, so die Abgeordnete abschließend.

Kimbie Humer-Vogl

Landtagsabgeordnete, Gemeindevertreterin Hallein

[email protected]
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