PSYCHISCH ERKRANKTE MITARBEITER*INNEN: MEHR UNTERSTÜTZUNG!
"Das Land hat eine Vorbildfunktion zu erfüllen. Das betrifft auch den Umgang mit psychisch erkrankten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern." - Grüner Antrag für Ausbau unterstützender Maßnahmen angenommen.
Depressionen, Burnout, Angststörungen – psychische Erkrankungen nehmen zu. Am Arbeitsmarkt begegnen Betroffene oft Vorurteilen, Diskriminierungen oder stehen vor unüberwindbar wirkenden Barrieren. „Viele Unternehmen sind zögerlich, wenn es um die Zusammenarbeit mit psychisch kranken Menschen geht. Sie haben Sorge, dass jemand nicht leistungsfähig ist. Dabei fehlt es oft nur an der nötigen Unterstützung. Das Land soll mit gutem Beispiel vorangehen und unterstützende Maßnahmen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die psychisch erkrankt sind, ausbauen“, fordert die Grüne Klubobfrau LAbg. Kimbie Humer-Vogl. Ihr Antrag wurde gestern, Mittwoch, im Landtagsausschuss diskutiert und mit den einstimmig beschlossen.
Bereits jetzt bietet das Land ein Bündel an begrüßenswerten Maßnahmen an, darunter Behindertenvertrauenspersonen und Vernetzungsangebote für Landesbedienstete mit Behinderung. Es braucht aber noch deutlich mehr Bemühen, ist Humer-Vogl überzeugt. Insbesondere geht es um die Schulung von Führungskräften: Ein gutes Betriebsklima trägt ganz wesentlich dazu bei, dass MitarbeiterInnen mit psychischer Erkrankung ihre Fähigkeiten entfalten und nach erkrankungsbedingten Abwesenheiten ihre Arbeit wieder gut aufnehmen können. Aber auch eine Sensibilisierung der KollegInnen ist hilfreich. „Erste-Hilfe-Maßnahmen für die Seele wie Dasein, Zuhören, Hoffnung geben, nicht Werten sollten allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bekannt sein“, so Humer-Vogl.
Der Wandel der Arbeitswelt in den vergangenen Jahrzehnten erhöht das Risiko psychisch krank zu werden. Im Sinne der Prävention wäre es deshalb hilfreich, gesundheitsfördernde Maßnahmen in dieser Richtung allen MitarbeiterInnen anzubieten.
„Menschen mit psychischen Erkrankungen sind wertvolle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, auf deren Expertise wir nicht verzichten wollen. Deshalb ist es uns ein besonderes Anliegen, Beschäftigten mit psychischen Erkrankungen im Landesdienst jene Unterstützung zukommen zu lassen, die sie brauchen, um gut und zufrieden arbeiten zu können“, so Humer-Vogl.