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17.01.2023 Presseaussendung

„­PER­SÖN­LI­CHE AS­SIS­TENZ“ GEHT NUR MIT ASSISTENT*INNEN!

zwei Frauen bei einer Besprechung im Kaffeehaus

„Die Persönliche Assistenz ist ein gutes wichtiges Projekt. Es stößt aber noch auf Hürden, die beseitigt gehören.“

Salzburg war 2016 Vorreiter beim Projekt „Persönliche Assistenz“, also der Möglichkeit, dass Menschen mit Behinderung je nach individuellem Bedarf auf die Unterstützung einer persönlichen Assistentin, eines persönlichen Assistenten zurückgreifen können. Mittlerweile hat der Bund dieses Projekt aufgegriffen und zusätzliche Mittel zugesagt, doch: „In der Praxis scheitert die Umsetzung oft daran, dass sich Betroffene schwertun, eine solche Assistenz überhaupt zu finden“, schildert LAbg. Kimbie Humer-Vogl, Klubobfrau der GRÜNEN im Landtag. Die Ursachen dafür sind vielfältig, weshalb die GRÜN-Politikerin einen „Runden Tisch“ mit allen relevanten Steakholdern initiieren möchte.

Zum einen ist es für Betroffene, die viele Dinge ohne Persönliche Assistenz nicht erledigen können, eine ziemliche Herausforderung, wenn nicht unmöglich, die Suche nach einer solchen Assistenz selbst durchführen zu müssen. „Hier könnte eine Art Jobplattform“ hilfreich sein, so Humer-Vogl. Auf der anderen Seite wissen viele Menschen, die solche Unterstützung durchaus leisten wollten, gar nicht von diesem Betätigungsfeld. „Die wenigsten kennen diese Tätigkeit, geschweige denn, wie gut sich ein solcher Job zum Beispiel mit Studium oder Familie verbinden lässt.“

Um das Suchen und Finden der Unterstützungsleistung zu erleichtern, fordert Humer-Vogl die Landesregierung auf, zu einem „Runden Tisch“ einzuladen. An diesem sollte gemeinsam mit Caritas, Lebenshilfe, Selbstvertreter*innen, Interessensvertretungen für Menschen mit Behinderung sowie auch dem AMS das Angebot so weiterentwickelt werden, dass Betroffene die Persönliche Assistenz nicht nur theoretisch zugesprochen bekommen, sondern auch praktisch erhalten. „Persönliche Assistenz ermöglicht oft erst ein selbstbestimmtes Leben. Eben deshalb muss es darum gehen, noch bestehende Hürden zu beseitigen“, so die Sozialpolitikerin, deren entsprechender Antrag morgen, Mittwoch, im Landtagsausschuss debattiert wird.

Kimbie Humer-Vogl

Listenplatz 3

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