MOUNTAINBIKE STRECKE AM RANDERSBERG
Interview mit PETER WEGSCHEIDER - Gemeindevertreter
Lieber Peter, bitte beschreibe das Trail Projekt und wie es zustande gekommen ist.
Das Projekt ist folgendermaßen zustande gekommen: Ich hab‘ den Wald am Randersberg erworben (vor 5 Jahren) und hab mir gedacht – irgendwie wär der Platz lässig zum Mountainbike fahren! Hab‘ das aber verworfen, weil ich nicht so ein „Radfahrer“ bin. Und dann ist mein Nachbar (Emanuel Förster) auf mich zugekommen und hat gefragt, ob er im Wald bei mir Mountainbiken darf und daraufhin ist das Projekt entstanden. Mit der „Corona-Krise“ und dem Gedanken, dass wir etwas für die Menschen tun wollen, haben wir das Projekt umrissen, geformt und setzen es jetzt um.
Normalerweise wollen Grundeigentümer*innen das Mountainbiken eher verhindern als fördern – wie kommt es dazu, dass Du das unterstützt?
Der Wunsch von meiner Seite ist natürlich, dass ich für die Großgmainer ein Angebot erstellen will. Bei kritischer Betrachtung ist es so, dass mögliche Probleme im Raum stehen, z Bsp., dass sich die Leute nicht sauber verhalten, dass es Beschädigung am Wald gibt… Dieses Risiko gibt es natürlich, aber ein gewisses Risiko muss man mit einkalkulieren, sonst passiert ja gar nichts.
Weißt Du wie die Idee angenommen wird? Gibt es schon Stimmen aus dem Ort?
Die Idee ist im Wesentlichen gut angenommen worden. Der Zuspruch ist da! Es kommen schon Leute auf mich zu und fragen, wann der Trail befahren werden kann. Der Tenor ist durchwegs positiv. Es kommt also gut bei den Leuten an!
Hast Du Unterstützung bekommen?
Gemeinsam mit Emanuel haben wir das Projekt entwickelt. Ich als Grundeigentümer stelle die Fläche zur Verfügung. Emanuel hat den „Verein MTB Salzburg“ eingeladen, der den Parcours in Schuss halten wird, damit die Benützung gegeben ist. Der Verein hilft beim Aufräumen vom Waldstück. Die haben sehr tatkräftig angepackt und am Ende steht für alle die Benützung des Trails. Und so haben wir eine Symbiose erreicht. Mir als Grundbesitzer wurde geholfen und die Mountainbiker haben am Ende ihre Strecke, die sie benützen können.
Wie ist der jetzige Stand? Ab wann wird der Trail befahrbar sein?
Der Trail wird voraussichtlich im Sommer oder Herbst benutzbar sein. Derzeit sind wir beim Aufräumen und im Anschluss wird der Trail gebaut und parallel dazu laufen die naturschutzrechtlichen Genehmigungen und die ganze Bürokratie, die dahintersteckt, um den Trail öffentlich zur Verfügung zu stellen.
Für wen ist die Strecke gedacht und gibt es einen Ausblick in die Zukunft?
Die Strecke ist gedacht für Beginner, also Kinder ab 8 Jahren. Ich finde es wichtig, dass man junge Menschen zur Bewegung animiert und jeder eingeladen ist, den Trail auszuprobieren. Und wenn man das ernsthafter betreiben will, gibt es in Salzburg andere Adressen bei denen man „big mountain riding“ betreiben kann.
Wie steht es um die allgemeinen Sportangebote in der Gemeinde?
Für mich, als begeisterter Sportler, ist es wichtig, dass wir ein gutes Angebot stellen. Wir haben zwar die Fußball Arena mit Bayrisch Gmain zusammen, aber ich glaube, dass es wichtig ist auch außerhalb des Vereinslebens ein Angebot zu stellen – in Form eines Bolzplatzes, Basketballplatzes, Skateplatzes, in Form eines Ortes, wo sich junge Menschen einfach bewegen können und das ist in Großgmain nicht gegeben. Nach diesem Jahr Pandemie ist es, glaube ich, ein ganz wichtiger Punkt, Angebote zur Verfügung zu stellen und dem Bewegungsmangel, der jetzt ganz stark an die Oberfläche gespült wurde, entgegenzutreten und sich zu engagieren.