MÜLLVERMEIDUNG DURCH MEHRWEG STATT EINWEG
Mehrwegflaschen schonen die Umwelt, vermeiden Abfall und unterstützen die Wirtschaft. Leider verschwinden sie zusehends aus den Supermarkt-Regalen. Das wollen wir ändern.
DOSENKETTE BIS ZUM MOND
67.000 Kilometer: Das entspricht dem 1,5-fachen Erdumfang. So lang ist die Kette aller aufeinander gestapelter Dosen, die in einem einzigen Jahr in Österreich verkauft werden. In zwei Jahren würde die aufgestapelte Dosenkette sogar bis zum Mond reichen. Dabei sind Aludosen besonders schlecht
für die Umwelt. Aluminium verschwendet Rohstoffe und braucht zur Herstellung besonders viel Energie.
DIE MEHRWEGFLASCHE – VOM AUSSTERBEN BEDROHT
Schont die Umwelt, vermeidet Abfall und unterstützt die Wirtschaft: Die Mehrwegflasche. War sie früher nahezu in jedem Supermarkt zu finden, sucht man sie heute meist vergebens. Dabei kann die Glasflasche bis zu 40 Mal wieder befüllt werden, nur die Etiketten und Verschlüsse müssen erneuert
werden. Selbst die Mehrwegflasche aus Kunststoff hat eine gute Öko-Bilanz: Bis zu 20 Mal kann sie wieder befüllt werden. Doch auch die PET-Mehrwegflasche macht sich rar in Österreich. Dabei sind gerade die Mehrwegflaschen die umweltfreundlichsten Verpackungen.
44,4 PROZENT WENIGER CO2
Soviel weniger des klimaschädlichen Treibhausgases würde in Österreich verursacht, wenn sämtliche Getränkeanbieter auf Mehrwegsysteme umstellen. „Wir Grüne fordern schon lange eine Mehrweglösung für Österreich. Denn Mehrweg schont Ressourcen, schützt Klima, Natur und Umwelt“, sagt Christiane Brunner, Nationalratsabgeordnete und Sprecherin für Umwelt, Klimaschutz und Energie
Ein erster Schritt in Sachen Müllvermeidung wurde jetzt von der Salzburger Landesregierung federführend unter der Grünen Ressortzuständigen LHStv.in Astrid Rössler gemacht. So soll das bereits 20 Jahre alte Abfallwirtschaftsgesetz novelliert werden. Unter anderem ist darin ein Mehrweggebot für Großveranstaltungen vorgesehen.
Mit einem Pfandsystem könnte der Plastik- und Dosenmüll deutlich reduziert werden. Müllvermeidung generell würde einen neuen, großen und kostenintensiven Recyclinghof außerhalb des Ortsgebietes Mattsee, so wie er für Zellhof geplant ist, unnötig machen.