MÜLLVERMEIDUNG: GRÜNE FÜR AUSBAU VON „MEHRWEG-PFANDSYSTEM“
„Eine Glasflasche, die bis zu 50 Mal wiederbefüllt werden kann, reduziert die Müllberge deutlich. Dort müssen wir im Sinne des Umwelt- und Klimaschutzes hin.“
Wenn morgen, Mittwoch, der Umweltausschuss des Salzburger Landtags tagt, werden sich die Abgeordneten auf Initiative der GRÜNEN unter anderem mit dem Thema „Mehrweg“ befassen: „Mehrweg-Flaschen sind bis zu 50 Mal wiederbefüllbar und damit ein höchst wirkungsvoller Beitrag zur Müllvermeidung“, erklärt LAbg. Josef Scheinast, Umwelt- und Wirtschaftssprecher der GRÜNEN, die in ihrem Landtagsantrag eine bessere Kennzeichnung von Mehrwegflaschen sowie den „Ausbau des Mehrweg- und Pfandsystems“ fordern.
Welche Ökobilanz eine Getränkeflasche hat, hängt ganz entscheidend davon ab, wie mit ihr verfahren wird, sobald der Inhalt ausgetrunken ist. Werden die Flaschen bloß gesammelt, um dann – mit viel Energieaufwand – eingeschmolzen und neu hergestellt zu werden, ist dies zwar eine Form der „Wiederverwertung“, allerdings keineswegs die beste: „Am umweltfreundlichsten ist es, die Flaschen zu waschen und wiederzubefüllen“, so Scheinast.
Genau hier aber hat Österreich Nachholbedarf: Seit 1995 sinkt der Marktanteil von Mehrwegflaschen in Österreich rapide. Lag er damals noch bei rund 80 Prozent, erreichte er 2018 einen absoluten Tiefstand von nur noch 18 Prozent. Gleichzeitig belasten immer mehr Plastikflaschen, Dosen und Wegwerfglas unsere Umwelt. Gerade kleine Plastikflaschen für unterwegs enden zudem oft als Müll in der Natur, wo sie kaum abgebaut werden und als Mikroplastik Umwelt und Gesundheit bedrohen.
Salzburgs GRÜNE fordern deshalb zum einen eine bessere Kennzeichnung von Mehrwegflaschen, um Konsumentinnen und Konsumenten den Griff zur wiederbefüllbaren Flasche zu erleichtern. Zum anderen soll das Pfandsystem ausgebaut werden, um die Mehrwegsysteme generell stärker in die Breite zu bringen.