Skip to main content
    Barrierefreiheit
02.03.2017 Presseaussendung

"MUTIG IN DIE NEUEN ZEITEN"

»Öffnen wir unsere Herzen und Türen!« Dazu haben wir Mattseer GRÜNEN in unserer Weihnachtsausgabe 2015 – auf dem Höhepunkt der Flüchtlingssituation – aufgefordert.

Flüchtlinge, die es nach Mattsee verschlagen hat, sollten nicht nur offene Türen, sondern auch offene Herzen vorfinden. Viele Mattseerinnen und Mattseer haben dies getan und auf unterschiedliche Weise ihr Engagement in den Dienst der Nächstenliebe gestellt. Das erstreckte sich vom Zur-Verfügung-Stellen von Hausartikel, Kleidung und Möbel, von Zeit für Sprachkurse bis hin zur Organisation und Begleitung von Arztbesuchen – um nur einige Beispiele zu nennen. Und diese Hilfsbereitschaft ist immer noch nicht erloschen.

Unsere Welt ändert sich und man wird das Gefühl nicht los, dass neue Zeiten anbrechen. Nicht nur in technologischer und wirtschaftlicher Hinsicht, sondern auch in politischer. Das betrifft die Welt im globalen Sinne, aber auch auf regionaler und lokaler Ebene. Und es betrifft jede und jeden Einzelnen von uns. Damit aus dem Wandel ein konstruktiver Neubau wird, sind wir alle aufgefordert, uns in einem demokratischen Prozess daran zu beteiligen. Wir leben in einer Demokratie, die es uns ermöglicht, mitzugestalten, unsere Meinung frei zu äußern und in Freiheit zu leben. Doch diese Privilegien werden rund um uns – in den USA, in der Türkei oder in Russland – zurzeit leichtfertig aufs Spiel gesetzt. Es ist unbestritten, dass wir vor großen Herausforderungen stehen. Ebenso unbestritten ist aber auch, dass es darauf keine einfachen Antworten gibt und dass alte Rezepte und bewährte Gewissheiten nicht mehr so einfach zu greifen scheinen. Wer vorgibt, einfache Rezepte und Antworten zu haben, spricht leider nicht immer die Wahrheit und macht sich die Angst und Unsicherheit der Menschen zu Nutze, indem er sie verführt.

»Die Geister, die ich rief, ich werd‘ sie nicht mehr los«, heißt es in Goethes Zauberlehrling. Lassen wir uns nicht verführen von lautstarken Populisten, die uns einfache Antworten liefern und leider oft nur sich selbst am nächsten sind. Lassen wir uns nicht verführen, Geister zu rufen und aufzuwachen in einem Umfeld, welches wir nicht wirklich wollten. Versuchen wir, uns in Zeiten der Veränderung auf die wichtigen Dinge unseres Zusammenlebens zu konzentrieren, und hier dürfen wir unseren neuen Bundespräsidenten Alexander van der Bellen zitieren, der in seiner Antrittsrede sagte: »Wichtig ist in Zeiten der Veränderung, den Blick auf das zu richten, das sich nie verändert: auf unsere Grundprinzipien. Sie bilden das Fundament und die zentralen Glaubenssätze unserer Republik: Dass Freiheit und Würde des Menschen universell und unteilbar sind. Dass alle Menschen frei und gleich an Rechten geboren sind. Dass diese Menschenrechte uneingeschränkt gelten.«

 

SETZEN WIR ALSO BESONNEN UND ZIELGERICHTET UNSEREN WEG FORT UND HABEN WIR DEN MUT, WEITE​RHIN TÜREN AUFZUMACHEN UND IN DIE NEUEN ZEITEN ZU GEHEN.
Beitrag teilen