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06.01.2013 Presseaussendung

NACH FINANZDESASTER IN SALZBURG – NEUSTART ZU NEUJAHR

Das Finanzdesaster in Salzburg ruft nicht nur nach Aufklärung, sondern auch nach einer grundsätzlichen Neuorientierung der Politik des Landes

Das gilt für alle Bereiche der Politik in diesem Land. Egal ob es um den Umgang mit Steuergeld geht, um soziale und ökologische Ausrichtung der Förderungen, um eine gerechte Gestaltung von Löhnen und Arbeitsplatzqualität, den Vorrang von Klimaschutz und Bildung oder um Beschaffungs- und Finanzmanagement.

 

Es gibt ein alternatives Wirtschaftsmodell, das genau jene Werte, die jetzt von vielen BürgerInnen in der Politik eingefordert werden, in den Vordergrund stellt: Nicht Spekulation, nicht Gewinn und Wachstum um jeden Preis, sondern das „Gemeinwohl“ als politische Leitlinie.

In der „Gemeinwohl-Ökonomie“, die vom Publizisten und Attac-Mitbegründer Christian Felber ins Leben gerufen wurde und die mittlerweile Betriebe in zahlreichen Ländern unterstützen, zählen nicht der maximale Gewinn oder möglichst hohes Wachstum, sondern Solidarität, Gerechtigkeit, ökologische Verantwortung und verstärkte Bürgerbeteiligung.

 

Kriterien, nach denen „Gemeinwohl“-Betriebe oder Gemeinden bewertet werden, sind zum Beispiel: ethisches Beschaffungsmanagement, ethisches Finanzmanagement (!!), gerechte Einkommensverteilung, größtmögliche Transparenz und Mitbestimmung, möglichst ökologische Gestaltung von Produkten und Leistungen etc.

 

All diese Kriterien sollen auch beim notwendigen Neustart der Salzburger Landespolitik beachtet und als erster Schritt eine Gemeinwohl-Bilanz für alle öffentlichen Unternehmen des Landes erstellt werden.

„Die Bürgerinnen und Bürger erwarten sich einen wirklichen politischen Neuanfang in Salzburg. Da müssen auch andere Werte in den Vordergrund gerückt werden. Es sollte daher Ziel sein, das Land Salzburg zu einer engagierten „Gemeinwohl-Region“ zu machen.“ – Cyriak Schwaighofer