GRÜNE FORDERN HERDENSCHUTZ
"Nachdem der Landesverwaltungsgerichtshof den hohen Schutzstatus des Wolfes bestätigt hat, müssen Bauern und Bäuerinnen beim Aufbau eines wirksamen Herdenschutzes unterstützt werden."
„Die Aufhebung des Abschussbescheides für den Großarler Wolf zeigt, dass Abschussdebatten wirkungslos sind.“ So kommentiert LAbg. Kimbie Humer-Vogl, Klubchefin der GRÜNEN im Salzburger Landtag die Entscheidung des Landesverwaltungsgerichts Salzburg. Die Bezirkshauptmannschaft (BH) St. Johann hatte im heurigen Sommer eine Ausnahmebewilligung zur Entnahme des Wolfs erteilt. Der Bescheid wurde nun aufgehoben.
Strenger Schutzstatus des Wolfes bestätigt
Humer-Vogl sieht die Entscheidung des Landesverwaltungsgerichts als klaren Auftrag an die Politik: „Am europaweiten Schutzstatus des Wolfes kann man nicht rütteln – ob man das nun befürwortet oder nicht. Nun hat das Landesverwaltungsgericht Salzburg diesen Schutzstatus bestätigt.“ Auch auf EU-Ebene würde sich die derzeitige rechtliche Lage nicht so schnell ändern: „Die EU-Kommission erteilte wolfsfreien Zonen in den Alpen im Sommer eine klare Absage“, erinnert die GRÜN-Abgeordnete.
Ambitionierter Herdenschutz als Gebot der Stunde
„Man muss sich jetzt die Frage stellen, wie man den Almbauern und Altbäuerinnen jene Unterstützung anzubieten kann, die sie brauchen, um trotz des Wolfes ihrem Weidevieh Sicherheit bieten zu können“, so die Abgeordnete. „Was es ganz dringend braucht, ist ein ambitionierterer Herdenschutz – auch für Almgebiete wie die Tofernalm.“ Laut einem Gutachten wäre Herdenschutz nämlich auch dort möglich. „Eine Landtagsanfrage hat gezeigt, dass Herdenschutz abseits von Höfen in Salzburg derzeit noch kaum gefördert wird. Das muss sich rasch ändern. Die Schweiz zeigt es vor: Herdenschutz ist auch in Gebirgsregionen machbar. Salzburg muss hier rasch nachziehen.“