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27.08.2019 Presseaussendung

VERKEHRSSYSTEM MUSS „KINDGERECHTER“ UND SICHERER WERDEN!

trauernde Engelstatue in schwarzweiß

Verkehrssprecher LAbg. Scheinast fordert Ausweitung der Tempo 30-Zonen im Ortsgebiet und „kindgerechte Verkehrsplanung“

Für eine Ausweitung der Tempo-30-Zonen im Ortsgebiet sowie eine „Straßengestaltung, die zum Einhalten von Tempolimits einlädt und nicht zum Rasen“, spricht sich der GRÜNE Verkehrssprecher LAbg. Josef Scheinast nach dem tragischen Tod eines vierjährigen Mädchens auf einem Kirchenvorplatz in Salzburg-Gneis am vergangenen Sonntag aus.

„Die Zahl der im Straßenverkehr verunglückten und verletzten Kinder ist in Österreich nach wie vor beschämend hoch. Unser Verkehrssystem nimmt auf die Schwächsten viel zu wenig Rücksicht“, kritisiert Scheinast.

Besonders in Wohngebieten, im Umfeld von Schulen, Kindergärten, Spielplätzen sowie Freizeit- und Sportanlagen müsse man auf stärkere Verkehrsberuhigung setzten. Kindgerechte Verkehrsplanung müsse auch auf „ein durchgängiges Netz an Gehwegen, die ausreichend breit sind, übersichtliche Straßenübergänge und Kreuzungen achten“, fordert Scheinast. Dass es – gerade am Land – immer noch Bushaltestellen gibt, die nicht über einen Gehweg erreichbar sind, ist für Scheinast „überhaupt nicht nachvollziehbar“. Land und Gemeinden müssen hier schleunigst tätig werden, lautet seine Forderung.

TRAURIGE STATISTIK: DEUTLICH MEHR KINDER IM STRASSENVERKEHR GETÖTET

Das Mädchen, das am vergangenen Sonntag in Gneis von einem Auto überfahren wurde, war bereits das dreizehnte Kind, das in diesem Jahr in Österreich bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist. Damit sind heuer in den ersten acht Monaten mehr Kinder bei Unfällen gestorben als in den vergangenen zwei Jahren zusammen, wie der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) berichtet. In den vergangenen drei Jahren kam es in Österreich im Schnitt täglich zu sieben Verkehrsunfällen, bei denen Kinder verletzt wurden.

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