MINDERJÄHRIGE FLÜCHTLIGE UNBEGLEITET! NACHHALTIGE LÖSUNGEN
Grüne Landesrätinnen fordern solidarische Zusammenarbeit im Sinne der Kinder und Jugendlichen
Die Situation unbegleiteter minderjähriger Flüchtlingen ist bei der Ankunft in Österreich schwierig. „Das Aufnahmezentrum in Traiskirchen beherbergt momentan über 900 Kinder und Jugendliche auf der Flucht, ist aber für weder für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen konzipiert, noch kann es eine qualitätsvolle Betreuung in dieser großen Dimension anbieten,“ zeigt die in Tirol zuständige Landesrätin Christine Baur besorgt auf.
Bund, Länder und Gemeinden sind gefordert rasche Lösungen zu erarbeiten. Die in Vorarlberg für die Kinder und Jugendhilfe zuständige Landesrätin Katharina Wiesflecker appelliert an ein gemeinsames Vorgehen: „Dringend notwendige Einrichtungen müssen in enger Kooperation zwischen den Ländern und Gemeinden etabliert werden, die finanzielle Ausstattung dieser muss durch realistische Tagsätze von Bundesseite sichergestellt werden.“ Der derzeitige Tageshöchstsatz von 77€ ist nicht ausreichend und muss dringend erhöht werden. „Als Jugend- und Integrationslandesrätin fordere ich realistische Tagessätze, um eine qualitätsvolle Betreuung in den Bundesländern sicherstellen zu können“, so Martina Berthold, zuständige Landesrätin in Salzburg.
„Minderjährige Flüchtlinge haben oft eine lange, traumatisierende Reise hinter sich, mussten aus katastrophalen Zuständen fliehen und brauchen dringend Unterstützung bei ihrer Ankunft und dem Aufbau eines neuen Lebens in Österreich“, zeigen die Landesrätinnen ihre Priorität auf. Österreich ist durch die UN-Kinderrechtskonvention und Kinder- und Jugendhilfegesetze der Länder zur Wahrung des Kindeswohls verpflichtet. Auch die neue EU-Aufnahmerichtlinie sieht einen erhöhten Schutz für Kinder und Jugendliche vor. „Es ist unsere rechtliche und moralische Verantwortung eine nachhaltige und qualitätsvolle Lösung im Sinne der Kinder und Jugendlichen anzubieten und wir plädieren für eine intensive Zusammenarbeit aller politischen Ebenen“, schließen die drei Landesrätinnen unisono.