NORDISCHES ZENTRUM
WEITERE KOSTENSTEIGERUNGEN FÜR SAALFELDEN
War zu Beginn des Projekts die Aufteilung auf je ein Drittel der Kosten für Bund, Land und Saalfelden vorgesehen, hat sich diese mit der enormen Kostensteigerung auf über 6,9 Mio. Euro stark zu Lasten der Stadt Saalfelden und des TVB verschoben. Nun kommen aus Saalfelden etwa die Hälfte der Kosten!
Am Ritzensee sind zwei Unterführungen mit einer Höhe von 4m und einer Breite von 6m vorgesehen. Dabei ist eine Anhebung der Kollingwaldstraße um 2m geplant und eine massive Umgestaltung der Wiese neben dem See, wo die zweite Unterführung kommen soll. Der Bund lehnt es in seinem Vertrag mit der Gemeinde dezidiert ab, dafür mitzuzahlen.
In Zeiten der Klimakrise ist darüber hinaus grundsätzlich zu hinterfragen, wie eine Vollbeschneiung der Loipen auf 700m Seehöhe noch zu verantworten ist. Eine Kooperation mit Hochfilzen wäre da wohl wesentlich sinnvoller.
Es ist auch fragwürdig, wenn hier der Tourismusverband die Tourismusabgabe für alle Betriebe erhöht um mit der horrenden Summe von 700.000 Euro die Errichtung der Großschanze und der umwelt- und klimabelastenden Langlaufanlage zu unterstützen. Weit sinnvoller für Saalfelden wäre, diese Gelder für zentrumsgestaltende Maßnahmen zu verwenden, wie z.B. Möblierung, Bepflanzung, Wasserspiele, Gebäudebeschriftungen und Bemalungen… . Um solch einen enormen Betrag könnte das gesamte Zentrum von Saalfelden touristisch sehr viel attraktiver gestaltet werden.
Schließlich könnte die Stadtgemeinde bei einem Stopp des weiteren Ausbaus des Nordischen Zentrums endlich ihren ureigenen, sozialen Aufgaben nachkommen und z.B. den desolaten Teil des Seniorenhauses neu errichten.