OBERTRUM- DAS AUTOGERECHTE DORF
Die Grünen Obertrum - In Obertrum genießt das Auto einen hohen Stellenwert - leider!
Wenn man die Entwicklung in der Gemeinde Obertrum in den letzten Jahren betreffend Straßenbau und Geschwindigkeitsbeschränkungen ansieht, hat man den Eindruck, dass hier das Auto einen sehr hohen Stellenwert genießt. Zieht man einen Vergleich mit den übrigen Gemeinden im Flachgau heran, dann
wird das nur bestätigt.
Obertrum hat Tempo 40 im Ortszentrum, fast alle anderen Gemeinden haben Tempo 30 im Ortszentrum und in den ortsnahen Wohngebieten. Viele Gemeinde haben eine Begegnungszone mit 20 km/h, in Obertrum wird eine solche beharrlich abgelehnt, obwohl es immer wieder zu gefährlichen Situationen, besonders im Bereich der Hauptstraße, kommt. An den Geschwindigkeitsbeschränkungen in den Ortschaften kann man ablesen, ob man sich noch in Obertrum oder bereits in Seekirchen, Anthering, Mattsee oder Seeham befindet. Die Ortschaften in der Gemeinde Obertrum haben stets die höheren Limits.
In der GV-Sitzung am 26.9. wurde uns wieder einmal vor Augen geführt, dass daran nicht gerüttelt werden soll. Eine Bürgerinitiative bat darum, in Webersdorf ein Geschwindigkeitslimit mit Tempo 50 einzuführen. Die Argumente waren: Es werde zu schnell gefahren, die Straße ist ein Schulweg, es gibt eine Schulbushaltestelle, im Winter müssen die Kinder überhaupt auf der Straße gehen.
Mit Hinweis auf ein Gutachten wurde schließlich ein Limit von 70 km/h festgelegt und mit den Stimmen der ÖVP, FPÖ und der NEOS beschlossen.
Allein wir GRÜNE haben die Forderung für Tempo 50 unterstützt, weil uns die Sicherheit unserer Kinder und schwächsten VerkehrsteilnehmerInnen wichtig ist. Die Wahrscheinlichkeit von schweren Fußgängerunfällen liegt bei Tempo 70 bei 85 %, bei Tempo 50 nur mehr bei 35 %. Den Preis für den autofreundlichsten Ort dürften wir in Obertrum gewinnen, uns wäre Sicherheit und weniger CO2 wichtiger.