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19.01.2024 Breaking News

Park­plät­ze: So macht die ÖVP Woh­nen teu­er!

102 Parkplätze für 30 Wohnungen klingt extrem? Ist es auch! Aber das ist leider die traurige Realität in einigen Salzburger Gemeinden.

Parkplätze: So macht die ÖVP Wohnen teuer, betoniert unnötig Boden zu und sorgt für Abhängigkeit vom Auto

Kürzlich konnte ich mir bei einem Besuch in Puch bei Hallein ansehen, was das in der Praxis bedeutet. In kaum einer Salzburger Gemeinde werden so viele Parkplätze bei der Errichtung von Wohnungen vorgeschrieben wie in Puch. Laut der sogenannten Stellplatzverordnung der Gemeinde sind es aktuell bei größeren Wohnungen vier (!) Parkplätze pro Wohneinheit. Beim Bauprojekt Trilogie und der nebenan gelegenen ehemaligen Weberei wurden in den letzten Jahren insgesamt 30 Wohnungen neu errichtet, für die sage und schreibe 102 Parkplätze gebaut werden mussten. So wird Wohnen unnötig teuer, Boden zubetoniert und die Abhängigkeit vom Auto gefördert!

Das geht auch anders!

Um das abzustellen, haben wir im Landtag einen entsprechenden Antrag für eine Änderung des Salzburger Bautechnikgesetzes eingebracht. Denn viele Parkplätze, die wie in Puch teuer auf der grünen Wiese errichtet werden mussten, stehen jetzt leer. Bei einer guten Öffi-Anbindung und fußläufiger Erreichbarkeit von Kindergarten, Schule, Apotheke, Ärztezentrum, Apotheke & Co reichen auch deutlich weniger Stellplätze. Und weniger Auto bedeutet dann mehr Lebensqualität!

Wir fordern daher eine fixe gesetzliche Obergrenze für die Errichtung von Parkplätzen. Denn der Pucher ÖVP-Bürgermeister hat auf unsere Kritik hin ausgerichtet, dass er seinen extremen Stellplatzschlüssel sicher nicht ändern wird. Statt mindestens 1,2 Stellplätze vorzuschreiben, wie das aktuell der Fall ist, sollen den Gemeinden fixe Höchstzahlen vorgegeben werden, die sie dann abgestimmt auf die örtlichen Bedingungen weiter unterschreiten können.

Simon Heilig-Hofbauer
Grüner Verkehrssprecher

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