PFAND : PLASTIKMÜLL: WIRTSCHAFTSKAMMER MUSS BLOCKADE BEENDEN
Es ist an der Zeit, dass auch die Wirtschaftskammer umdenkt, den Klimaschutz ernst nimmt und ihre unvernünftige Blockadehaltung in dieser Sache aufgibt.
„Ich kann die sture Blockadehaltung der Wirtschaftskammer in dieser Frage einfach nicht mehr verstehen“, kommentiert Umwelt- und Wirtschaftssprecher LAbg. Josef Scheinast die ablehnende Haltung der Wirtschaftskammer zu dem von Umweltministerin Leonore Gewessler (GRÜNE) angekündigten Pfand- und Mehrwegsystem. „Ohne einen wirksamen Plan für die Reduzierung der Müllberge werden die SteuerzahlerInnen – und damit auch die Unternehmen – für Strafzahlungen an die Europäische Union und die Klimafolgekosten aufkommen müssen“, warnt der Abgeordnete.
Klimafolgekosten werden uns teuer zu stehen kommen
„Einerseits unterstützt die WK das Impulsprogramm für grüne Investitionen, andererseits blockiert sie in der Pfandfrage seit Jahren“, kritisiert Scheinast den Zick-Zack-Kurs der WK. „Wenn diese Maßnahmen nicht in Kraft treten, können wir die Sammelvorgaben der Europäischen Union nicht einhalten. Dann drohen Strafzahlungen an die Europäische Union von rund 160 bis 180 Millionen Euro pro Jahr“, warnt der GRÜN-Abgeordnete, der sich seit Jahren für Mehrweg- und Pfandsysteme einsetzt.
Alarmsignale endlich ernst nehmen, um Klimakatastrophe zu verhindern
„Wie viele Studien braucht es noch, um hier ein Umdenken anzuregen“, wirft der GRÜN-Abgeordnete in den Raum. „Mikroplastik findet sich mittlerweile nicht mehr nur in unseren Ozeanen, sondern in Lebensmitteln, Trinkwasser und im menschlichen Körper. Das sind Alarmsignale, die darauf hinweisen, dass die Umweltqualität eine Schlüsselrolle für Gesundheit und Wohlbefinden spielt. Beim Schutz unseres Planeten geht es um unsere Lebensgrundlagen“, so der Abgeordnete. „Auch der Großteil der Bevölkerung wünscht sich, dass mehr gegen die Plastikverschmutzung unternommen wird. Die etwas höhere Sammelquote bei Plastikverpackungen in Westösterreich ist wahrlich kein Ruhekissen, auf dem man sich ausruhen kann. Die Wirtschaftskammer muss endlich anfangen zukunftsorientiert zu denken. Ansonsten werden die Plastikmüllberge immer weiter wachsen“, so der Appell des Abgeordneten.