PFANDSYSTEM & MEHRWEG: ENDLICH KOMMT SCHWUNG IN DIE DEBATTE!
„An gut ausgebauten Mehrweg- und Pfandsystemen führt kein Weg mehr vorbei. Gut, dass Ministerin Gewessler das anpackt, schlecht, dass die Wirtschaftskammer immer noch bremst!“
„Die Pfandfrage beschäftigt uns seit Jahren, endlich kommt neuer Schwung in die Debatte“, zeigt sich Umwelt- und Wirtschaftssprecher LAbg. Josef Scheinast erfreut über den Runden Tisch im Klimaministerium, bei dem die GRÜNE Ministerin Leonore Gewessler am Dienstag mit Expert*innen und Vertreter*innen von Zivilgesellschaft, Politik und Handel über Möglichkeiten diskutierte. Ihr Ziel: Plastikmüll vermeiden und die EU-Plastiksammelziele erreichen. Dass das bisher nicht möglich war, dafür macht Scheinast auch die Blockadehaltung der Wirtschaftskammer verantwortlich.
Wirtschaftskammer bremst noch immer
Bisher hat sich stets die Wirtschaftskammer quergestellt – und tut es noch immer. Sie sieht nach wie vor die freiwillige Selbstverpflichtung als das Instrument der Wahl. „Das funktioniert aber nicht“, kontert Scheinast: „Abfallvermeidung und Kreislaufwirtschaft rücken mehr und mehr in den Fokus und auch die Bereitschaft in der Bevölkerung wird immer größer – eine freiwillige Selbstverpflichtung bringt uns hier nicht weiter“, ist sich Scheinast sicher. Jüngste Greenpeace-Umfragen zeigen, dass über 80 Prozent der Österreicher*innen mehr Mehrwegverpackungen und ein Pfandsystem wollen.
„Wir GRÜNE sehen das als klaren Handlungsauftrag“, betont er. „Es ist höchste Zeit, dass die Wirtschaftskammer die Blockadehaltung endlich aufgibt. Denn Klimaschutz geht nur gemeinsam. Wenn wir jetzt keine Maßnahmen ergreifen, werden wir die Klimafolgekosten zahlen müssen. Und das liegt gewiss nicht im Interesse der Wirtschaftskammer“, so Scheinast. „Für uns ist jedenfalls ganz klar, wohin die Reise gehen muss. An gut ausgebauten Mehrweg- und Pfandsystemen, die gemeinsam mit den betroffenen Branchen erarbeitet werden, führt kein Weg vorbei.“