PHOTOVOLTAIK-FÖRDERUNG: EINE FARCE
Wer eine Förderung für eine Photovoltaik-Anlage bekommen wollte, musste die Silvesternacht vor dem Computer verbringen. Ab Mitternacht begann der Wettlauf um eine Förderung. Ein Kommentar der Grünen Landessprecherin Astrid Rössler.
Wer eine Förderung für eine Photovoltaik-Anlage bekommen wollte, musste die Silvesternacht vor dem Computer verbringen. Ab Mitternacht begann der Wettlauf um eine Förderung. Viele BewerberInnen hatten bei dieser Förder-Lotterie wieder das Nachsehen und waren zu Recht erzürnt.
Im Salzburger Finanzskandal drohen derzeit zahlreiche andere Probleme in den Hintergrund zu treten. Etwa die völlig desaströs organisierte Photovoltaik-Förderung. Was BürgerInnen hier an Schikane in den Weg gelegt wird, ist schlichtweg unerträglich!
Wer für dieses Jahr eine Anlage plant und dafür eine Förderung benötigt, der musste die Silvesternacht vor dem Computer verbringen, wo er sich pünktlich ab Mitternacht einen Wettlauf mit zig anderen Förderwerbern liefern durfte. Stundenlang kämpften Betroffene mit überlasteten Datenleitungen, um dann feststellen zu müssen, dass der kleine Fördertopf schon wieder erschöpft war.
Dabei ginge es auch anders: Anstatt mit Unsummen am Finanzmarkt zu zocken, könnte Salzburgs Landesregierung diese Gelder in eine vernünftigere Photovoltaik-Förderung stecken. Die „Rendite“ wären Stromersparnis und unabhängige BürgerInnen, die sich selbst mit sauberer Energie versorgen. Wir Grüne sind überzeugt, dass die Nutzung der Sonnenenergie eine Zukunftsfrage ist. Um die Entwicklung voranzutreiben, braucht es aber Planbarkeit und eine solide politische Unterstützung anstatt unberechenbarer Förder-Lotterien!