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13.11.2015 Presseaussendung

POST-PERSONALABBAU: SKRUPELLOSE UNVERSCHÄMTHEIT!

Vor einer Hausmauer, die fast gänzlich mit Efeu bewachsen ist, hängt ein gelber Briefkasten.

Stöger und Hundstorfer müssen intervenieren

„Es ist eine unglaubliche Unverschämtheit als Betrieb im mehrheitlichen Staatseigentum skrupellos eine Kündidungswelle für ältere MitarbeiterInnen anzukündigen. Doch mindestens genauso skandalös ist die Zurückhaltung der Regierung in Anbetracht dieses beschäftigungspolitischen Desasters. Ich fordere Stöger als für die Post zuständigen Minister und Arbeitsminister Hundstorfer auf, als Vertreter des Mehrheitseigentümers hier einzugreifen und das zu verhindern,“ sagt Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen.

 

„Es kann nicht sein, dass die Regierung mit den Achseln zuckt und auf die betriebswirtschaftliche Autonomie der Post verweist. Es liegt im zentralen Interesse der öffentlichen Hand, Menschen über 50 Jahre am Arbeitsmarkt zu halten. Wenn hier keine Lösung mit der Post gefunden wird, kann von keinem einzigen privaten Unternehmen künftig erwartet werden, verantwortungsvoll mit diesem Thema umzugehen,“ betont die Grüne. „An Hand dieser Situation zeigt sich wie völlig sinnlos dieses neue ,Bonus-Malus light‘ als Steuerungsinstrument ist. Es wird weder die Post noch andere ArbeitgeberInnen davon abhalten, eine gierige Aktion wie diese durchzuziehen. Die Regierung versagt in dieser Arbeitsmarktkrise völlig“ stellt Schatz fest.

 

„Es ist enorm zynisch vom Unternehmen mitzuteilen, ,dass niemand gezwungen wird‘ zu gehen. Wir kennen die Zermürbungspraxis der Post im Umgang mit unerwünschten MitarbeiterInnen zur Genüge. Um so wichtiger ist es, ein klares Signal an die Post AG zu senden und Position zu beziehen. Das erwarte ich mir definitiv von sozialdemokratischen Ministern,“ fordert die Grüne ArbeitnehmerInnensprecherin ein.