Skip to main content
    Barrierefreiheit
28.02.2020 Presseaussendung

LANGSTRECKEN-TRANSPORTE GEHÖREN VERBOTEN!

Kuhschnauze schaut durch Eisengitter

"Ich anerkenne Schwaigers Bemühungen, aber die bisherigen Maßnahmen haben nicht gefruchtet, wie die jüngsten Ereignisse zeigen. Es muss noch viel mehr passieren!"

„Um die Qual auf Tiertransporten zu beenden, gibt es nur ein wirksames Mittel: der Transport lebendiger Tiere über längere Strecken muss verboten werden. Alles andere ist Augenauswischerei“, so reagiert Klubobfrau LAbg. Kimbie Humer-Vogl (GRÜNE) auf die heutige Pressekonferenz von Landesrat Josef Schwaiger. Dieser hat Maßnahmen vorgestellt, mit denen Kälbertransporte „so weit wie möglich vermieden werden“ sollen.

Bereits vor einem Jahr hat Schwaiger ein Paket an Maßnahmen präsentiert, mit dem er „Salzburg zum Vorreiter beim Tierschutz“ machen wollte. „Dass bei Tiertransporten jetzt stärker hingeschaut wird, ist gut“, anerkennt Humer-Vogl Schwaigers Bemühungen, „dennoch haben die Maßnahmen offenbar bisher nicht gefruchtet. Immer noch scheint Bergheim eine Drehscheibe für internationale Tiertransporte zu sein. Das kann doch niemand wollen. Es muss noch viel mehr passieren“, ist Humer-Vogl überzeugt.

Die Fakten sind seit langem bekannt

Die Regelmäßigkeit, mit der Fälle von Tierqual bekannt würden, sei geradezu erschreckend. Erst vergangene Woche haben engagierte Tierschützer zum wiederholten Mal aufgedeckt, wie zwei- bis vier Wochen alte Kälber auf ihren Transporten von Salzburg nach Spanien unerträglichem Leid ausgesetzt sind. Diese Tiertransporte durch ganz Europa sind seit mehreren Jahren allen Entscheidungsträgerinnen und -trägern bekannt.

„Diese qualvollen Tiertransporte sind eine Schande und beenden können wir sie nur, wenn wir sie verbieten“, so die GRÜNE Klubobfrau. Denn: „Wir haben in der Vergangenheit immer wieder gesehen, dass alle Verschärfungen der Bestimmungen offensichtlich nur dazu da sind, umgangen zu werden. Schluss damit! Lebendtiertransporte über weite Entfernungen gehören schlichtweg untersagt“, so die GRÜNE Klubobfrau.

Für Humer-Vogl sind dies die Auswirkungen eines in weiten Teilen pervertierten Fleischproduktionssystem: „Viele Konsumentinnen und Konsumenten verlangen nach billigem Fleisch. Und das Mästen von Kälbern in Spanien ist günstiger als hierzulande. Beide Fakten zusammengenommen führen zu den qualvollen Tiertransporten.“ Dass Österreich so nebenbei noch jede Menge Kalbfleisch aus den Niederlanden importiert, rundet für die Tierschutzsprecherin der GRÜNEN die Absurdität des Systems ab. Das Ziel müsse deshalb heißen: „Schluss mit Lebendtiertransporten über weite Entfernungen!“, so Humer-Vogl. Gut möglich, dass Kalbfleisch dann etwas teurer würde. „Aber das sollte uns das Ende des Tierleids wert sein.“

Kimbie Humer-Vogl

Landtagsabgeordnete, Gemeindevertreterin Hallein

[email protected]
Beitrag teilen