Radetzky-Denkmal ohne Genehmigung
Am Sonntag, dem 26. April 2026, wurde das umstrittene Denkmal zu Ehren des Kriegsherren Radetzky am Plainberg vor der Wallfahrtskirche Maria Plain aufgestellt. Nachdem die Gemeindevertretung in Anthering die Aufstellung auf öffentlichem Grund abgelehnt hatte, wurde die Statue nun auf einem privaten Grundstück in Bergheim errichtet – ausgerechnet auf einer Wiese im Landschaftsschutzgebiet.
Dafür hätte es eine naturschutzrechtliche Genehmigung gebraucht. Wie eine Anfrage des GRÜNEN Gemeinderats Till Radermacher nach dem Informationsfreiheitsgesetz ergab, wurde diese Genehmigung nie erteilt. „Normalerweise würde jetzt ein Verwaltungsstrafverfahren unter Rückbau des Denkmals angedacht sein. In einem Landschaftsschutzgebiet hat so etwas meiner Meinung nach nichts zu suchen“, so Radermacher. Als rechtliche Schritte sieht das Salzburger Naturschutzgesetz bei konsenslosen Maßnahmen ein Wiederherstellungsverfahren sowie ein Verwaltungsstrafverfahren vor. Radermacher fordert die Bezirkshauptmannschaft auf, jetzt aktiv zu werden und die entsprechenden Verfahren einzuleiten.