RECHNUNGSHOFBERICHT ZU GSWB-VERGABEN: MEHR TRANSPARENZ!
„Die neue Geschäftsführung ist gefordert!“
Der Salzburger Landesrechnungshof hat die Vergabe von Wohnungen durch die GSWB im Zeitraum von 2006 bis 2016 erneut geprüft. Die Kritik spricht eine deutliche Sprache: Fehlende Kriterien, mangelnde Transparenz bei der Vergabe von Wohnungen und keine Dokumentation von Vergaben. „Damit muss endlich Schluss sein! Die neue Geschäftsführung hat einen klaren Auftrag, anders zu arbeiten: Und zwar nachvollziehbar, transparent, fair und nach sozialen Kriterien“, fordert der GRÜNE Wohnbausprecher LAbg. Josef Scheinast. Außerdem regt er an, in Zukunft Eigentumswohnungen grundsätzlich nur noch an wohnbauförderungswürdige Personen zu verkaufen.
„Die GSWB verwaltet rund 22.000 Wohnungen und ist damit ein wesentlicher Faktor am Salzburger Wohnungsmarkt. Um die Versorgung derjenigen Menschen, die besonders auf die Leistungen der gemeinnützigen Wohnungswirtschaft angewiesen sind, muss die neue Geschäftsführung dafür sorgen, dass es soziale, nachvollziehbare und transparente Vergabekriterien gibt“, so Scheinast.
Außerdem sei es gerade für das Wohnkosten-Hochpreis-Land Salzburg enorm wichtig, dass jene Wohnungen, die einigermaßen erschwinglich sind, zielgerichtet bei jenen Personen ankommen, die diese aus sozialen Gründen auch brauchen. „Wenn die GSWB dazu überginge, Eigentumswohnungen in Zukunft nicht mehr nur bevorzugt, sondern ausschließlich an wohnbauförderungswürdige Personen zu verkaufen, könnte sie damit einen Beitrag leisten“, so Scheinast.