SALZBURGS KULTUR IST *FAST* IN EINER HAND
Erstmals gibt es in Salzburg eine weitest gehende Bündelung aller Kulturagenden unter einer politischen Ressortverantwortung
Bislang waren diese Agenden zersplittert, und galt etwa der große Bereich der Volkskultur nicht als zur Kultur gehörig. Diese folkloristische Abwertung, etwa der künstlerisch absolut hochwertigen Blas- oder echten Volksmusik, gehört mit der neuen Landesregierung endgültig der Vergangenheit an.
Als Kulturlandesrat ist Heinrich Schellhorn also für das Mozarteum-Orchester ebenso politisch verantwortlich, wie für die Trachtenmusikkapelle Scheffau, für das Museum der Moderne und die Residenz-Galerie ebenso, wie für kleine ehrenamtlich geführte Regionalmuseen, für das Landestheater ebenso, wie für experimentelle und zeitgenössische Kunst im öffentlichen Raum. Diese erste große Innovation in der Kulturpolitik, die „Kultur in einer Hand“ hat sich bereits bewährt und wird auch so bleiben. Niemand wird das Rad der Zeit zurückdrehen können.
Eine Ausnahme gibt es in Salzburg immer. Das sind die Festspiele. Sie sind bundesgesetzlich geregelt und der Vertreter im Festspiel-Kuratorium ist immer der Landeshauptmann oder die Landeshauptfrau. Von daher ist es logisch, dass die Ressortverantwortung für die Festspiele immer auch dort liegt.