29.01.2013
Presseaussendung
SALZBURGS LUFTGÜTE IST ALLES ANDERE ALS BIO
Zu viel Stickstoffdioxid N2O und zu viel Feinstaub PM10 schaden der Gesundheit und belasten vor allem sensible Bevölkerungsgruppen
Seit Jahren sind 15 Salzburger Gemeinden von Thalgau bis Golling als Luftsanierungsgebiet ausgewiesen – mehr als 230.000 Menschen leben in belasteten Gebieten. Besonders Kinder und ältere Menschen leiden unter den Abgasen, mit grauenvollen gesundheitlichen Auswirkungen wie z.B. Asthma. Denn: Der Grenzwert für die lungenschädlichen Stickoxide wird nach wie vor nicht eingehalten. Hauptverursacher ist der Straßenverkehr und hier vor allem die dieselbetriebenen Pkws.
SALZBURG MUSS MASSNAHMEN GEGEN DICKE LUFT SETZEN
Vor einiger Zeit haben wir GRÜNE scharf kritisiert, dass Salzburg bei der EU-Kommission um Verlängerung einer Ausnahmefrist für die Einhaltung der Grenzwerte bei N2O angesucht hat. Die EU hat das Ansuchen abgelehnt und Salzburg ist jetzt ordentlich unter Zugzwang, endlich wirksamere Maßnahmen gegen die dicke Luft zu setzen. Der steigende Verkehr ist auch hier Hauptverursacher der Luftbelastung. Fahrverbote und Umweltzonen zu verordnen, kann man nur uneingeschränkt befürworten. Es ist höchste Zeit zu handeln. Denn die Probleme werden sich noch weiter zuspitzen.
Die GRÜNE Umweltsprecherin Astrid Rössler stellt fest: „Weder SPÖ noch ÖVP getrauen sich, Maßnahmen zu setzen, die den Individualverkehr einschränken. Gleichzeitig hatte die Regierung keine Skrupel, die Förderungen für günstige Jugendtickets und den autofreien Tourismus zu kürzen beziehungsweise zu streichen. ÖV-Projekte wie die Stadtregionalplan vermodern seit Jahrzehnten in der Schublade, während ein millionenteurer Straßenbautunnel nach dem anderen gebaut wird. Solange SPÖ und ÖVP nicht bereit sind, den Öffentlichen Verkehr massiv zu bevorzugen, wird die Schadstoffbelastung auch in Zukunft zunehmen.“
DIESEL-DIENSTAUTOS DER LANDESREGIERUNG – KEIN VORBILD FÜR BEVÖLKERUNG!
Wie taten- und gedankenlos Salzburg mit der Feinstaubbbelastung umgeht, sieht man auch an den Diesel-Dienstautos, die von der Landesregierung verwendet werden: „Der hohe Anteil an Dieselautos ist die Hauptursache für die steigende Stickoxid-Belastung, die für viele Menschen zunehmend zum Gesundheitsproblem wird. Sich angesichts dieser Problematik ausgerechnet Dieselfahrzeuge zuzulegen, zeigt, dass sechs von sieben Regierungsmitgliedern nicht gewillt sind, selbst auch nur einen minimalen persönlichen Beitrag zur Verbesserung der Luftgüte zu leisten“,stellt Astrid Rössler fest. Die 245-PS-Boliden der Regierung verfügen zudem über Allradantrieb, was den Kraftstoffverbrauch und damit verbunden den Schadstoffausstoß noch einmal erhöht! „Warum sollen sich die Bürger und Bürgerinnen beim Autokauf um Schadstoffwerte und Klimaschutz kümmern, wenn es Burgstaller, Haslauer und Co nicht tun?“ bringt es Rössler auf den Punkt.