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08.09.2020 Presseaussendung

GEWESSLERS „3-PUNKTE-PLAN GEGEN PLASTIKFLUT"

Ein Einkaufskorb voll mit Plastikmüll

Heinrich Schellhorn, Martina Berthold - Landessprecher LHStv. Schellhorn erwartet sich bessere Wiederverwertbarkeit von 1.490 Tonnen Plastik - Stadträtin Berthold hofft auf geringere Kosten für Reinigung der Salzachkais von Plastikmüll

Als „entscheidende Weichenstellung im Kampf gegen den Plastikmüll“ werten Salzburgs Grüne UmweltpolitikerInnen den von Umweltministerin Leonore Gewessler präsentierten „3-Punkte-Plan gegen die Plastikflut“. LHStv. Heinrich Schellhorn, Grüner Landessprecher und in der Landesregierung zuständig für Umwelt- und Klimaschutz, und Umwelt- und Baustadträtin Martina Berthold sind sich einig: Dass der Kauf von Plastikflaschen und Dosen künftig mit einem Pfand belegt und Hersteller über eine Abgabe in die Pflicht genommen werden, seien Maßnahmen, die mit Sicherheit Wirkung zeigen würden.

WERTVOLLE RESSOURCEN, DIE VERSCHWENDET WERDEN​

Jährlich landen etwa 1.490 Tonnen Plastik – hauptsächlich in Form von Getränkeflaschen – nicht im gelben Sack sondern im Restmüll der Salzburgerinnen und Salzburger. Das entspricht etwa 50 Millionen PET-Getränkeflaschen, die dem System der Mülltrennung und damit einer optimalen Wiederverwertung entgehen. Erklärtes Ziel Schellhorns ist deshalb seit langem eine deutlich bessere Trennquote: „Immerhin reden wir hier von sehr wertvollen Ressourcen, die leichtfertig verschwendet werden.“ Das Land arbeite aktuell an einem Maßnahmen-Programm, um Abfälle in allen Stoffgruppen zu reduzieren und das Trennen sowie Recyceln effizienter zu machen. In Sachen Plastik sei Gewesslers 3-Punkte-Plan deshalb „genau die Unterstützung, die wir im Land dringend brauchen“, so Schellhorn.

240.000 EURO JÄHRLICH FÜR DIE SÄUBERUNG DER SALZACHKAIS

In der Landeshauptstadt ist nebst der Haushalts-Restmülltonne auch der Müll von Gästen und Tagestouristen ein Faktor: „Nachdem die Trinkflaschen die Menschen gestärkt haben, landen sie im besten Fall im Mülleimer. Im schlechtesten Fall am Salzachufer, wo jährlich Plastikflaschen und Dosen die Natur belasten, in Summe unglaubliche 24.000 Stück“, schildert Berthold. Dass es so nicht weitergehen könne, habe zuletzt der heiße Sommer 2019 gezeigt. „Die Straßenreinigung musste in der Salzburger Innenstadt zusätzliche Arbeitsschichten einlegen, um die Berge von Plastikflaschen zu beseitigen.“ Berthold erhofft sich deshalb von der Umstellung auf Mehrweg und Dosenpfand auch eine Entlastung des Stadtbudgets: „So können wir uns hoffentlich bald einen Großteil der 240.000 Euro sparen, die jährlich für die Reinigung der Salzachkais anfallen.“

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