GRÜNE fordern sozial gerechte Sanierungsoffensive
Am kommenden Mittwoch bringen die GRÜNEN einen dringlichen Antrag für ein neues Förderprogramm „Sanieren für alle“ in den Landtag ein. Ziel ist, Menschen mit geringem Einkommen bei umfassenden thermischen Sanierungen gezielt zu unterstützen. „Wer wenig Geld zur Verfügung hat, bleibt oft auf hohen Heizkosten und schlecht gedämmten Wohnungen sitzen. Genau das wollen wir ändern. Sanieren darf keine Frage des Einkommens sein“, stellt die GRÜNE Klubobfrau Martina Berthold klar.
Neue Daten aus einer Studie des Landes und der Fachhochschule zum Sanierungspotenzial zeigen zwar, dass in Salzburg bereits saniert wurde, aber zu oft nur in kleinen Schritten. Umfassende Sanierungen bleiben die Ausnahme: Nur bei acht bis 15 Prozent der Gebäude wurden sie umgesetzt. 69 bis 89 % der Gebäude wurden leicht und 33 bis 40 % mittel saniert.
Besonders bedenklich ist für die GRÜNEN der jüngste Einbruch bei der Sanierungsrate. Von 2017 bis 2024 lag die durchschnittliche effektive Sanierungsrate noch bei 2,3 Prozent pro Jahr. Seit Beginn der neuen Legislaturperiode ist sie jedoch massiv gesunken und lag 2024 nur mehr bei 1,5 Prozent. Mit „Sanieren für alle“ wollen die GRÜNEN diesen Negativtrend umkehren. In dem Antrag fordern sie, dass das Land gezielt umfassende Sanierungen fördern soll und dabei besonders Menschen mit kleinem Einkommen unterstützt. „Die schwarz-blaue Kürzungs- und Chaospolitik beim Sanieren ist zutiefst ungerecht. Aber die Möglichkeit, die Wohnkosten nachhaltig zu senken, darf nicht vom Kontostand abhängen“, fordert Berthold abschließend.