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23.05.2021 Presseaussendung

SCHLUSS MIT RAUBBAU AN WERTVOLLEM AGRARLAND

Billa1 Walserberg Gesamtansicht Luft

Unrühmlicher Europameister im Verbauen von Acker & Wiese, und Wals-Siezenheim liegt voll im Trend. Der ungebremste Bauboom frisst immer mehr wertvolle landwirtschaftliche Flächen und trägt damit maßgeblich zum Anstieg der Treibhausgase bei.

Die dadurch befeuerten Wetterextreme verursachen auch unseren Gemüsebäuer*innen immer öfter hohe Ernteausfälle. Aber, solange diese durch lukrative Grundverkäufe mehr als ausgeglichen werden, scheint es manchen aus der ÖVP Gemeindevertretung egal zu sein, dass sie Teil des Problems sind. Ihre eigene Profitmaximierung erscheint ihnen wichtiger als vorausschauendes, verantwortungsvolles Handeln für nachfolgenden Generationen.

Fakten:

  • Wals-Siezenheim hat sich verpflichtet, als e5 Gemeinde die Energie- und Klimaziele zu erreichen.
  • In Österreich werden jeden Tag 20 Fußballfelder verbaut – wir sind damit Europameister im Bodenverbrauch!​
  • Bei zahlreichen baurechtlichen Abstimmungen müssen immer wieder Gemeindevertreter*innen wegen Befangenheit den Raum verlassen.
  • Im Vergleich zu den 30 Jahren zwischen 1960 – 1990 hat sich in den 2000er Jahren der Temperaturanstieg in Österreich verdoppelt.
  • Wetterextreme wie Hitze, Starkregen, Hagel, Sturm, Schneemassen und damit verbundene Schäden nehmen zu und verursachen hohen volkswirtschaftlichen Schaden.

Doch unsere ÖVP-dominierte Politik antwortet mit unnötiger zusätzlicher Versiegelung statt mit ganzheitlichen Bebauungsplänen.

Wir fragen: Wozu leistet sich die Gemeinde einen Ortsplaner und Bezirks- Architekten?

Und fordern:

  • Umdenken in der Raumplanung hin zu geschlossenen, energieautarken und sharing-orientierten Siedlungen
  • verpflichtende Vorlage ganzheitlicher Bebauungspläne inkl. Mobilitätskonzept und Außengestaltung im Bauausschuss
  • Kontrolle der Umsetzung
  • Fokussierung auf Gemeinwohl und Klimaschutz statt Profitmaximierung Einzelner
  • Nachverdichtung statt Neuwidmung
  • umweltverträgliche Alternativen zu Beton und Asphalt
  • natürliche Beschattung und Bodenschutz durch Bäume und Blühstreifen
  • Beteiligung am Netzwerk „Natur in der Gemeinde“

*www.bauern.gruene.at

Ernst Offner

Gemeindegruppenmitlied

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