SCHRITT FÜR SCHRITT ZURÜCK IN DIE NEUE NORMALITÄT
Werkstätten, Tagesbetreuungen und Beschäftigungsprojekte für Menschen mit Behinderungen öffnen wieder.
Die Corona-Krise ist auch an den Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen nicht spurlos vorbeigegangen. Viele der Werkstätten, Beschäftigungsprojekte oder Tagesbetreuungseinrichtungen hatten aufgrund der Pandemie in den vergangenen Wochen nur einen eingeschränkten Betrieb oder geschlossen. „Nun öffnen sie stufenweise ihre Türen mit individuell auf die Sicherheit und Gesundheit aller abgestimmten Maßnahmen. Damit kehrt wieder ein Stück Normalität zurück“, ist Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn überzeugt.
Für die meisten Menschen ist die Umstellung des Alltags zu Zeiten des Corona-Virus immer noch ungewohnt und oft auch mit vielen Anstrengungen verbunden. Für die knapp 1.200 Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen, die Salzburgs Einrichtungen nutzen, ist ein strukturierter Alltag in gewohnter Umgebung jedoch noch wichtiger. Nun kehrt in Einrichtungen wie der Lebenshilfe, der Laube, dem Landeszentrum für Hör- und Sehbildung (LZHS), der KOWE Puch, dem Arcus Hof, dem Diakoniewerk, der Caritas, der Pro mente oder der rws anderskompetent die „neue Normalität“ ein.
Halt, Unterstützung und Tagesstruktur
„Die Einrichtungen bieten den Menschen mit Behinderungen Halt, Unterstützung, Arbeit und eine geregelte Tagesstruktur“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn, der sich bei den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie bei den Trägern für die Krisenbewältigung bedankt. „Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen, ihre Angehörigen und die Teams in den Einrichtungen stehen jedoch nach wie vor großen Herausforderungen. Denn die Probleme sind vielfältig, gerade wenn es um Menschen geht, die zu Risikogruppen zählen. Daher ist es umso wichtiger, dass die Einrichtungen unter Einhaltung der Corona-Hygienestandards, die vom Bund vorgegeben wurden, jedoch mit ganz individuell abgestimmten Lösungen ihren Betrieb wiederaufnehmen“, so Schellhorn. Die Sozialabteilung des Landes unterstützt sie dabei.
Daten und Fakten
In Salzburg gibt es an über 150 Standorten Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen. Es stehen mehr als 1.000 Wohnplätze in Wohngruppen oder in teil- und ambulant betreuten Wohnungen zur Verfügung sowie zirka 1.200 Plätze in Tagesbetreuungs- und Beschäftigungseinrichtungen. Die knapp 40 Partnerorganisationen des Landes in der Hilfe zur Teilhabe sind auch ein wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor in den Regionen.