Skip to main content
11.01.2023 Presseaussendung

Schwä­chung der LUA „ab­so­lut in­dis­ku­ta­bel“

Ein Stück Natur wird zwischen zwei Händen gehaltenn

KO LAbg. Humer-Vogl: „Es muss gelingen, den notwendigen Ausbau der Erneuerbaren voranzutreiben, ohne dafür unsere ohnehin angeschlagenen Ökosysteme weiter zu schwächen. Genau dafür braucht es eine rechtliche verankerte Institution wie die LUA.“

„Die gesetzlich verankerten Einspruchsrechte der Landesumweltanwaltschaft sind der Garant dafür, dass beim notwendigen raschen Ausbau der Erneuerbaren Energien unsere Ökosysteme nicht völlig unter die Räder kommen. Wer diese Rechte zum Schutz von Umwelt und Natur in Frage stellt, dem fehlt das Bewusstsein dafür, wie eng die Belange von Artenschutz und Biodiversität mit Klimaschutz und auch dem Ausbau der Erneuerbaren verknüpft ist.“ So kommentiert LAbg. Kimbie Humer-Vogl, Klubobfrau der GRÜNEN im Salzburger Landtag, auf die zuletzt vor allem von FPÖ und Industriellenvereinigung ins Spiel gebrachte rechtliche Aushebelung der LUA und betont: „Eine Schwächung oder gar Abschaffung der LUA ist absolut indiskutabel!“

Um die dramatischen Auswirkungen der Klimakrise in bewältigbaren Grenzen zu halten, brauche es die Biodiversität, also intakte Ökosysteme und Artenvielfalt. „Umso schlimmer, dass das Artensterben mittlerweile dramatische Ausmaße annimmt. Jede dritte Art steht bei uns mittlerweile auf der Roten Liste, viele sind ohnehin bereits für immer verschwunden. So haben wir in Österreich in nur 20 Jahren 42 Prozent der Brutvögel verloren! Und in dieser Situation fordern gewisse Kreise noch weniger Artenschutz? Weitsichtiger wäre, Institutionen wie die Landesumweltanwaltschaft mit mehr Ressourcen auszustatten.“

Die Ursachen für Klimakrise und Artenschwund – nämlich die „Übernutzung“ nahezu aller Bereiche – sollten mittlerweile auch den Kritikern bekannt sein, so Humer-Vogl. „Dass die massive Kritik an der Arbeit der LUA ausgerechnet von jenen kommt, die zum einen den Flächenverbrauch vorangetrieben haben und zum anderen bei Klimaschutz und Erneuerbaren jahrzehntelang gebremst haben, macht die Forderung umso absurder.“

Es sei zwar erfreulich, dass die Energiekrise endlich auch bei der Industriellenvereinigung zu einem Umdenken geführt habe, „aber was nicht geht, ist, die Energiekrise gegen die Biodiversitätskrise auszuspielen“, sagt Humer-Vogl und warnt: „Es muss gelingen, den Ausbau der Erneuerbaren voranzutreiben, ohne dafür unsere ohnehin angeschlagenen Ökosysteme weiter zu schwächen. Genau dafür brauchen wir weiterhin eine rechtlich verankerte Institution wie die Landesumweltanwaltschaft.“

Kimbie Humer-Vogl

Listenplatz 3

Beitrag teilen
1
2
3
4
5
6
7
8