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25.11.2020 Presseaussendung

SILVESTER-APPELL: SCHLUSS MIT DER PRIVATEN KNALLEREI!

"Es muss doch möglich sein, den Jahreswechsel so zu feiern, dass Tiere und Umwelt nicht darunter leiden."

Geht es nach Kimbie Humer-Vogl, der Klubobfrau der GRÜNEN im Salzburger Landtag, dann rutscht Salzburg „tier- und umweltfreundlich“ ins Neue Jahr. „Die unzähligen Böller und Raketen, die zu Silvester abgefeuert werden, bedeuten für viele Haus- und Wildtiere massiven Stress. Als moderne Gesellschaft sollten wir in der Lage sein, den Jahreswechsel auch ohne Schäden für Mensch, Tier und Umwelt zu feiern“, betont Humer-Vogl. Auf Initiative der GRÜNEN würde die Stadt Hallein erstmals keine Ausnahme vom Verbot privater Feuerwerke zulassen. Humer-Vogl appelliert, sich an das Verbot auch zu halten: „Lassen wir die private Knallerei sein und begrüßen wir das Neue Jahr ohne Krach und Feinstaub!“

 

Tiere leiden wegen ihres feinen Gehörs massiv unter dem lauten Schießen. Für Wildtiere kann der Stress sogar lebensbedrohlich werden: Sie geraten durch die Knallerei oft genug in Panik, es kommt zu oft heftigen Angst- und Fluchtreaktionen.  Genau diese Panikreaktion aber verbraucht – egal ob Singvogel oder Rotwild – Energie. Im Winter bei knappem Futterangebot eine knappe Ressource. „Der Silvester-Stress kann bei Wildtieren zur tödlichen Erschöpfung führen“, betont Humer-Vogl, die überzeugt ist: „Die meisten Menschen, die das wissen, sind gerne bereit auf Böller und Feuerwerk zu verzichten.“

 

Im Übrigen würde auch der Mensch von einem Ende der Knallerei profitieren, schließlich käme es durch die unsachgemäße Verwendung von Pyrotechnikgegenständen alle Jahre wieder zu zahlreichen Verletzungen. Was in der aktuellen Pandemie-Situation das Gesundheitssystem zusätzlich belasten würde! Zudem kommt es zu erheblichen Umweltschäden: Der “ökologische Fußabdruck“ der großteils in China zu Billigstlöhnen hergestellten Böller und Raketen ist hoch und wird durch das Abfeuern noch höher, steigt doch die Feinstaubbelastung durch die Feuerwerke um ein Vielfaches an.

 

Alles in allem seien Silvesterfeiern mit Böller und Raketen nicht mehr zeitgemäß, ist Humer-Vogl überzeugt. Ihr Plädoyer: „Rutschen wir doch so ins Neue Jahr, dass Mensch, Tier und Umwelt nicht darunter leiden.“