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24.03.2021 Presseaussendung

SINNVOLLE KREISLAUFWIRTSCHAFT BEINHALTET EIN PFANDSYSTEM

leere Plastikflaschen in einer Einkaufstasche

"Einerseits gibt es von Seiten der Wirtschaftskammer Applaus für eine innovative Kreislaufwirtschaft, andererseits stemmt man sich verbissen gegen ein Pfandsystem."

„Damit wir die Umweltziele erreichen, brauchen wir eine funktionierende Kreislaufwirtschaft samt Pfandsystem, um den Abfall nicht nur besser zu sammeln und sortieren, sondern auch die wachsenden Müllberge zu reduzieren.“ So kommentiert LAbg. Josef Scheinast das neue Förderprogramm des Umweltministeriums zur Kreislaufwirtschaft. Dieses wird auch vom Fachverband der Chemischen Industrie innerhalb der Wirtschaftskammer unterstützt. „Wenn man sich die Pfand-Blockade der Wirtschaftskammer in Erinnerung ruft, verwundert das schon ein wenig. Einerseits gibt es Applaus für eine innovative Kreislaufwirtschaft, andererseits stemmt man sich verbissen gegen ein Pfandsystem.“

 

Dank der Forschungs-, Technologie- und Innovationsinitiative des Umweltministeriums stehen ab sofort zehn Millionen Euro bereit, um innovative Projekte zu unterstützen, die sich damit beschäftigen, wie man mehr Produkte und Rohstoffe wiederverwerten kann. Scheinast zeigt sich erfreut über diesen wichtigen Schritt in Richtung mehr Kreislaufwirtschaft. „Die Kreislaufwirtschaft wird als wesentliches Element von Klimaschutz oftmals noch unterschätzt. Produkte und Rohstoffe werden derzeit nur zu etwa zehn Prozent wiederverwertet, die restlichen 90 Prozent am Ende ihres Lebenszyklus entsorgt“, so der GRÜN-Abgeordnete. Er sieht branchenübergreifend großen Zuspruch für eine innovative Kreislaufwirtschaft: „Damit werden Abfallprodukte zu wertvollen Rohstoffen für andere. Auch die Wirtschaftskammer muss sich endlich entscheiden, ob sie eine Wegwerfgesellschaft unterstützen oder sich an den umfassenden Bemühungen um eine funktionierende und umfassende Kreislaufwirtschaft beteiligen will“, sagt Scheinast. „Das Pfandsystem gehört da nun einmal dazu. Denn die Kreislaufwirtschaft wird durch das achtlose Wegwerfen von Materialien gestört, da diese Abfälle nicht verwertet werden können.“ Neben Aufklärungsarbeit sei auch eine Erhöhung der Mehrweg-Quote ein wichtiger Ansatz. „Einige ihrer Fachverbände haben dieses Potential und die Dringlichkeit schon erkannt – bleibt zu hoffen, dass die Wirtschaftskammer endlich folgt.“

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