SOLL ICH NOCH AMAZON?!
Leiharbeit, Überwachung, Lohnsklaverei: sechs Fragen an Birgit Schatz zum aktuellen Amazon-Skandal
SECHS FRAGEN AN BIRGIT SCHATZ
1. DIESER TAGE REDEN ALLE ÜBER EINEN VON DER ARD DOKUMENTIERTEN SKANDAL RUND UM ARBEITSBEDINGUNGEN VON LEIHARBEITERINNEN BEI AMAZON DEUTSCHLAND. WAS IST AUS SICHT DER GRÜNEN DAS KONKRETE PROBLEM DAMIT?
Die Tatsache, dass Amazon einen eigenen Sicherheitsdienst engagierte, der die LeiharbeiterInnen sogar in ihrer Freizeit überwacht, ist völlig jenseitig. So was kenne ich bis dato aus Österreich nicht.
In Oberösterreich erstellt die AK regelmäßig das „Schwarzbuch Arbeitswelt“, in dem – allerdings nur oberösterreichische – Unternehmen aufgelistet sind, die einen schwierigen Umgang mit MitarbeiterInnen praktizieren. Vorsichtig wäre ich mit vom Unternehmen selbst präsentierten CSR-Richtlinien. Diese sind leider häufig ein PR-Instrument und sagen wenig über die tatsächlichen Arbeitsbedingungen aus.
Wichtig scheint mir allerdings, dass sich jeder einfach selbst bewusst macht, dass der billigste Preis auch seinen Hintergrund hat. Lohndumping ist im Wettbewerb ein zentraler Faktor.