SCHULTERSCHLUSS DER VERNUNFT IM KAMPF GEGEN COVID
"Nur gemeinsam schaffen wir es, die Krise zu bewältigen. Die aufgeheizte Stimmung in der Bevölkerung ist ein Warnsignal. Wir können nicht zur Tagesordnung übergehen."
„Die heutige Sondersitzung war von einem Klima des Vertrauens geprägt. Vorherrschend war das Bewusstsein, dass es jetzt Zeit ist, gemeinsam und über Parteigrenzen hinweg, Verantwortung zu übernehmen.“ Für LAbg. Kimbie Humer-Vogl, Klubchefin der GRÜNEN im Salzburger Landtag, war der heutige Sonderlandtag die Chance für einen überparteilichen Schulterschluss. „Gemeinsam aus der Krise war heute das Motto. Denn es ist vollkommen klar, dass man angesichts der aufgeheizten Stimmung in der Bevölkerung nicht zur Tagesordnung übergehen kann.“ Es sei jetzt an der Zeit, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und nach vorne zu blicken.
Konstruktiv und gemeinsam gegen die Polarisierung
„Ärztinnen und Pfleger*innen kämpfen den ganzen Dienst lang ums Überleben von Corona-Patient*innen und werden dann auf dem Heimweg von Demonstrant*innen ausgepfiffen. Kinder bekommen lebensnotwendige Operationen nicht, wenn sie von ihren Familien verstoßen werden, weil sie geimpft sind oder eben auch nicht. Der Innenhof des Chiemseehofs ist voller demonstrierender Menschen, die die Politiker*innen als Faschisten, Nazis und Schwerverbrecher*innen beschimpfen. Das ist ein eindeutiges Warnsignal“, zeigt sich Humer-Vogl besorgt. Es gehe jetzt nicht darum, nach Schuldigen zu suchen, sondern konstruktiv und parteiübergreifend nach Lösungen für die Zukunft.
Pandemie als Brennglas gesellschaftlicher Probleme
„Dabei geht es neben Lösungen für das hochbelastete Gesundheitssystem auch um Lösungen für die Überbrückung der aktuell spürbaren Spaltung in der Gesellschaft“, so Humer-Vogl. „Es bringt uns nicht weiter, Menschen nach ihrem Impfstatus zu klassifizieren. Vielmehr gilt es aufeinander zuzugehen und ein Klima des Zuhörens zu schaffen.“ Die Pandemie sieht die Klubobfrau nicht als Wurzel der gesellschaftlichen Spaltung. Sie habe vielmehr die Schwachstellen unseres Systems sichtbar gemacht oder sogar verstärkt: „Neben Bildungsnachteilen und ungleicher Chancenverteilung sind das auch Wohnungsnot und Zwei-Klassenmedizin. Unser Auftrag als Landtag ist es auch hierfür Lösungen zu finden“, so Humer-Vogl abschließend.