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24.04.2019 Presseaussendung

BUNDESREGIERUNG VERSCHÄRFT KINDERARMUT MASSIV

junger Bub steht hinter einem Maschendrahtzaun. Er hält sich daran fest und blickt traurig in die Kamera

Klubobfrau LAbg. Humer-Vogl appelliert an Nationalratsabgeordnete: „Bitte stimmen Sie dem neuen Sozialhilfegesetz morgen nicht zu!“

„Eine Reform, die Kinderarmut verschärft anstatt sie zu mildern, ist eine schlechte Reform. Ich kenne Abgeordnete quer durch alle Parteien, die sich seit Jahren gegen Kinderarmut stark machen. An sie alle möchte ich appellieren: Bitte stimmen Sie dem neuen Sozialhilfegesetz morgen nicht zu“, mit dieser Botschaft wendet sich die GRÜNE Klubobfrau LAbg. Kimbie Humer-Vogl an die Abgeordneten im Nationalrat, wo morgen, Donnerstag, das umstrittene neue Sozialhilfegesetz beschlossen werden soll.

„Kinderreiche Familien mit geringem Einkommen gelten schon jetzt als besonders armutsgefährdet. Gerade diese Kinder müssen uns besonders am Herzen liegen. Arme Kinder dürfen nicht die armen Erwachsenen von morgen werden. Diesen Kindern noch etwas wegzunehmen und ihren ohnehin schweren Start ins Leben noch schwerer zu machen – das grenzt schon fast an Bösartigkeit“, so die GRÜNE Klubobfrau. Es sei erschreckend, dass die Regierung trotz der massiven Kritik zahlreicher Expertinnen und Experten am Sozialhilfegesetz festhält, schließlich bedeute „Armut auch soziale Ausgrenzung und diese spüren Kinder ganz besonders.“

3.000 Kinder in Salzburg betroffen

In Salzburg erhalten derzeit etwa 3.000 Kinder aus der Mindestsicherung. Die geplanten Einschnitte bei der Sozialhilfe bedeuten eine drastische Einkommensreduktion für die betroffenen Familien: Alle Familien mit zwei Elternteilen werden verlieren, und zwar schon ab dem ersten Kind. Massiv verschlechtern wird sich die Situation für Familien mit mehreren Kindern.

Kimbie Humer-Vogl

Landtagsabgeordnete, Gemeindevertreterin Hallein

[email protected]
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