KINDERBETREUUNGSANGEBOT: STÄRKSTER ANSTIEG SEIT 20 JAHREN!
Berthold stellt ersten Teil der landesweiten Erhebung über Kinderbildung und -betreuung vor
„Nur mit aktuellen Zahlen und Datengrundlagen sind objektive Diskussionen und Planungen des weiteren Ausbaus der Kinderbildung und -betreuung möglich“, ist Landesrätin Martina Berthold überzeugt. Die ersten statistischen Daten belegen nun auch die dynamische Entwicklung des letzten Jahres. Seit 20 Jahren hat es im Land Salzburg keinen so starken Ausbau der Kinderbetreuungsplätze mehr gegeben.
EIN GUTER PLATZ FÜR JEDES KIND
In den 535 Kinderbildungseinrichtungen des Landes Salzburg wurden 2014/15 exakt 19.443 Kinder in Krabbelgruppen (1.848), Kindergärten (13.422), alterserweiterten Gruppen (3.185) und Horten (988) pädagogisch betreut. Das sind um 502 Kinder mehr als noch ein Jahr zuvor. Zusätzlich wurden durch nicht-institutionelle Betreuungsformen wie beispielweise Tageseltern und ganztägige Schulformen 6.942 Kinder betreut. Insgesamt wurden somit 26.385 Kinder betreut, das ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 684 Kinder. „Wir haben sehr intensiv am Ausbau der Kinderbildungsangebote gearbeitet und die Gemeinden sowie private Anbieter wurden über die zusätzlichen Fördermöglichkeiten informiert. Gleichzeitig werden Krabbelgruppen, Kindergärten oder alterserweiterte Gruppen immer stärker als elementare Bildungseinrichtungen gesehen, die die Entwicklung der Kinder spielerisch und altersgerecht unterstützt und fördert“, erklärt die Landesrätin für Kinderbildung und –betreuung.
Auch bei den Plätzen für unter 3 Jährigen, wo der dringendste Nachholbedarf besteht, wurden im vergangenen Jahr viele neue Angebote geschaffen. 23,2 Prozent der 0 bis 3 Jährigen werden derzeit außerfamiliär betreut, vor fünf Jahren waren es erst 16,2 Prozent. Für die 4 bis 5 Jährigen und die 5 bis 6 Jährigen kann mit 98,4 bzw. 96,7 Prozent von einer Vollversorgung gesprochen werden. Auch bei den 3 bis 4 Jährigen werden mit 84,2 Prozent der überwiegende Anteil der Kinder mittlerweile in einer Einrichtung pädagogisch betreut. „Wichtig ist mir, dass jedem Kind ein guter Bildungs- und Betreuungsplatz zur Verfügung steht und die Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützt werden. Daher ist vor allem in den Gemeinden des Landes neben dem quantitativen Ausbau auch die Ausweitung der wöchentlichen und Jahres-Öffnungszeiten notwendig. Hier möchte ich vor allem gemeindeübergreifende Lösungen unterstützen“, so Berthold.