GRÜNE fordern Ausbaugarantie für Kinder- und Jugendliche
Eine gestern präsentierte Studie, die im Auftrag des Landes erstellt wurde, belegt, dass die Zahl der Gefährdungsmeldungen zwischen 2017 und 2023 um 77 Prozent stark gestiegen ist. „Die Studie zeigt einmal mehr den dringenden Handlungsbedarf im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe auf. Klar ist auch, dass die bisher beschlossenen Maßnahmen bei weitem nicht ausreichen“, so der GRÜNE Jugendsprecher LAbg. Simon Heilig-Hofbauer. So seien die sieben versprochenen zusätzlichen Stellen für die Jugendämter auf den Bezirkshauptmannschaften „nur ein Tropfen auf dem heißen Stein“. Heilig-Hofbauer erinnert daran, dass eigentlich ein Bedarf von 21 Stellen gemeldet wurde.
Budgetkürzungen bedrohen Qualität
Mit Blick auf das angekündigte Doppelbudget warnt Heilig-Hofbauer vor drohenden Einsparungen. „Wie zu vernehmen ist, soll an der Qualitätsschraube gedreht werden um Kosten zu sparen. Im Gespräch sollen etwa schlechtere Betreuungsschlüssel für Jugend-WGs sein. Statt Kürzungen braucht es für die Kinder- und Jugendhilfe vielmehr eine verbindliche Ausbaugarantie“, so die GRÜNEN in Richtung Fürweger. „Studien zu präsentieren, die bestätigen, was wir seit Jahren aufzeigen, reicht jedenfalls nicht aus. Das nächste Budget wird der Prüfstein dafür, wie wichtig der Landesregierung Kinder und Jugendliche sind, die oft unter schwierigsten Bedingungen in ihr Leben starten müssen.“