STAU CHAOS A10: PROBLEME VON ÖVP SELBST GEMACHT?
Das Stau-Chaos trifft viele Menschen derzeit hart. Umso erstaunlicher ist es für die GRÜNEN, dass es dem Vernehmen nach, schon in der Planungsphase eine von der ASFINAG eingerichtete Arbeitsgruppe unter Beteiligung des Salzburger Verkehrsverbundes und dem Land Salzburg gab. Um über entsprechende Datengrundlagen zu verfügen, wurden externe Verkehrsplaner beauftragt, die die Verkehrsströme analysiert und die zu erwartenden Stauzeiten berechnet haben. Außerdem wurde eine Potential-Analyse erstellt, wie der Verkehr umgeleitet, abgeleitet bzw. verlagert werden kann, um die erwarteten Stauzeiten zu minimieren. Was genau diese Analysen und Empfehlungen im Vorfeld ergaben, wollen die GRÜNEN jetzt genauer wissen: „Fuhr die ÖVP wissentlich ins Stau-Chaos? Was haben die Analysen und Prognosen im Vorfeld ergeben? Und vor allem welche Alternativen wurden vorgeschlagen und was davon umgesetzt?“, fragt der GRÜNE-Verkehrssprecher LAbg. Simon Heilig-Hofbauer kritisch. Er hat daher heute eine entsprechende dringliche Anfrage an Verkehrsreferenten Stefan Schnöll eingebracht.
Schnelle Entlastung gefordert
„Wenn die ÖVP und der Verkehrsverbund schon in der Planungsphase eingebunden waren, warum hat man nicht frühzeitig reagiert? Warum lässt man Salzburg sehenden Auges im Stau stehen?“, fragt Heilig-Hofbauer. Für ihn ist außerdem klar: „Jetzt müssen Lösungen her. Es braucht eine Entlastung und schnelle Maßnahmen.“ Nachsatz: „Allein mir fehlt der Glaube, dass Schwarz-Blau ernsthaft interessiert daran ist. Ein Grüner-Antrag, der unter anderem zusätzliche Busverbindungen vorgesehen hätte, wurde erst am Mittwoch im Landtag von der Regierung niedergestimmt“, so der GRÜNE Verkehrssprecher abschließend.