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24.06.2015 Presseaussendung

STREICHUNG DER FACHKRÄFTESTIPENDIEN VÖLLIG FALSCHE STRATEGIE

Ein junger Mensch hinter einem Stapel Bücher

Qualifikation wichtigster Hebel gegen Arbeitslosigkeit

„Das Fachkräftestipendium zu streichen ist eine völlig falsche Strategie. Das Stipendium ist eine der wenigen Möglichkeiten auf Basis einer selbstbestimmten Entscheidung eine Fortbildung zu machen. Durch die ohnehin bestehende Beschränkung auf Ausbildungen in Mangelberufen ist dies auch arbeitsmarktpolitisch ein extrem effektives Instrument gewesen. Dass hier nun der Rotstift angesetzt wird ist völlig unverständlich“, meint Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen.

 

„Das Grundproblem sind die knappen Mittel für aktive und aktivierende Arbeitsmarktpolitik. Die Arbeitslosigkeit und damit die Zahl der durch das AMS zu betreuenden Menschen ist drastisch gestiegen und höher als je in der Zweiten Republik. Das Arbeitsmarkt-Budget hat diese Entwicklung nicht mitgetragen. Damit bleibt immer weniger Geld um wirklich wirksame Qualifizierungsmaßnahmen finanzieren und anbieten zu können. Gleichzeitig sind es aber genau diese hochwertigen Qualifizierungen die nachhaltig eine Arbeitsmarktintegration fördern. Sie sind also die beste finanzielle Investition für die öffentliche Hand. Es braucht ein Umdenken und Umsteuern – bei der Regierung und beim AMS“, betont Schatz. Sie fordert mehr Geld für aktive und aktivierende Arbeitsmarktpolitik und mehr Selbstbestimmungsrecht von Arbeitssuchenden bei der Wahl der geförderten Qualifikationsmaßnahmen.