SÜDTIROLS FORMEL FÜR LEISTBARES WOHNEN
Was wir von Südtirol lernen können
In Südtirol gibt es Mietwohnungen um 300 Euro und für jene, die bauen wollen, ist genügend Bauland vorhanden. Trotzdem ist die Landschaft südlich des Brenners kaum zersiedelt. Wie das geht, fragen Sie sich? In Südtirol hat man dafür eine einfache, aber wirkungsvolle Formel gefunden: 60:40. In Südtirol müssen zumindest 60 Prozent der Fläche dem sozialen Wohnbau zur Verfügung gestellt werden, sobald es zu einer Umwidmung von Grünland in Bauland kommt. Der bisherige Grundeigentümer bekommt für den Verkauf dieser 60 Prozent bloß die Hälfte des Marktpreises bezahlt. Nur 40 Prozent des Grundes oder noch weniger kann der Grundbesitzer selbst zum Marktpreis verkaufen oder bebauen.
Das bürgerlich-konservative Südtirol lebt mit dieser radikal anmutenden 60:40-Regelung vor, wie Raumordnungspolitik im Sinne des Gemeinwohls funktioniert. Nicht der Vermögenszuwachs einzelner, sonders der gemeinsame Raum zum Leben steht im Vordergrund. Was sagen Sie zu diesem Modell? Ihre Meinung interessiert mich! [email protected]