"TAG DER BEFREIUNG": ERINNERN ALS AUFTRAG FÜR DIE ZUKUNFT
"Verständnis für demokratische Werte muss permanent gepflegt und bei jeder Generation neu verankert werden.“
Am 8. Mai 1945 kapitulierte die Deutsche Wehrmacht gegenüber den westlichen Alliierten, am darauf folgenden Tag gegenüber der Roten Armee. Am morgigen Freitag, dem 8. Mai, jährt sich dieser Tag, der das Ende des unsäglichen NS-Regimes markiert, zum 70sten Mal. Mehr noch als Grund zum Feiern ist für Astrid Rössler, Landessprecherin der GRÜNEN, der „Tag der Befreiung“ ein Auftrag für die Zukunft: „Uns zu erinnern hilft, uns nicht in falscher Sicherheit zu wiegen. Das Ringen um demokratische Grundsätze hört nie auf. Das Verständnis für Demokratie und die Werte, die sie verkörpert, muss permanent gepflegt und bei jeder Generation aufs Neue geweckt und verankert werden. Daran sollten wir denken, wenn wir den Jahrestag der Befreiung von der NS-Herrschaft begehen“, betont Rössler.
In Salzburg haben sich in der jüngsten Vergangenheit wiederholt rechtsradikale Schmierereien zugetragen, sind Mahnmale beschädigt worden. Wie hoch bei diesen Aktionen der Anteil an Unwissenheit, jugendlicher Provokationslust oder tatsächlich nationalsozialistischem Gedankengut ist, sei irrelevant. „Auch ein junger Mensch, der mit dem Hitlergruß nur provozieren will, hat den Schrecken dieser Zeit nicht verstanden. Damit sich die Geschichte nicht wiederholt, kann es nicht genug Aufklärung geben“, so Rössler.