NATURA2000-SCHUTZGEBIET: GEBIET UM DEN NOCKSTEIN VORSCHLAGEN
In den viereinhalb Jahren, welche die GRÜNEN durch Astrid Rössler für Umwelt- und Naturschutz zuständig sind, wurden in Salzburg 23 neue Natura2000-Schutzgebiete ausgewiesen. Schon bald könnten nun drei neue dazukommen: Nach sorgfältiger fachlicher Prüfung hat die Naturschutzabteilung des Landes nun drei Flächen im Nockstein-Gebiet als „schützenswert“ eingestuft.
Im nächsten Schritt Astrid Rössler mit dem Koppler Bürgermeister Rupert Reischl die betroffenen Grundeigentümern (deren Zustimmung für die Unterschutzstellung benötigt wird) und die Koppler Bevölkerung informieren. Und: Eine Information über die geplante Schutzgebietsausweisung ergeht auch an das Bundesverwaltungsgericht, wo derzeit das Verfahren zur 380-kV-Leitung anhängig ist.
Welche Auswirkungen ein Natura2000-Gebiet auf das Leitungsprojekt haben würde, dazu gehen die juristischen Einschätzungen naturgemäß ziemlich auseinander. Wir freuen uns jetzt einmal, dass wir der Ausweisung am Nockstein einen großen Schritt näher gekommen sind. Schließlich gab es die ersten (Grünen) Initiativen dazu bereits vor 25 Jahren, als von einer Leitung noch keine Rede war!
Naturschutz stuft Teilgebiete um Nockstein als schützenswert ein
Rössler: Gespräche mit Grundeigentümern als nächster Schritt
Salzburger Landeskorrespondenz, 24.01.2018
(LK) Entsprechend dem Auftrag des Landtages hat der Naturschutz des Landes mögliche Schutzgebiete im Bereich des Nocksteins in der Gemeinde Koppl auf ihre fachliche Eignung für eine Ausweisung geprüft und drei Teilgebiete als schützenswert eingestuft. Über dieses Ergebnis hat Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rösler in einem Gespräch den Koppler Bürgermeister Rupert Reischl und Landesumweltanwalt Wolfgang Wiener informiert.
Die Vorkommen von gefährdeten und besonders geschützten Tierarten konnten von der Fachabteilung anhand der vorhandenen Daten bestätigt werden. Ein erster Abgrenzungsvorschlag für die Ausweisung der Teilflächen als Natura 2000-Schutzgebiet wurde ausgearbeitet.
Im nächsten Schritt wird Naturschutzreferentin Rössler mit Bürgermeister Reischl in Infoveranstaltungen das Gespräch mit den betroffenen Grundeigentümern und der Koppler Bevölkerung aufnehmen. Über die beabsichtigte Ausweisung und das Gespräch mit der Gemeinde wird Rössler auch das Bundesverwaltungsgericht informieren, bei dem derzeit das Verfahren zur 380-kV-Leitung anhängig ist.
„Die aus Artenschutzgründen höchstwertigen Flächen sollen unter Schutz gestellt, das heißt als Natura 2000-Gebiete ausgewiesen werden. In der Kürze der Zeit war es noch nicht möglich, Gespräche mit den Grundeigentümern aufzunehmen, das wird aber der nächste Schritt sein. Zusammen mit Bürgermeister Rupert Reischl werden wir in den Informationsveranstaltungen die naturschutzfachlichen Besonderheiten und die Gebietsabgrenzung der einzelnen Flächen erklären und hoffen auf Unterstützung durch die Bevölkerung und die Grundeigentümer“, so Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler.