TEZ-Insolvenz: Schwarz-Blaues Zaudern beschleunigt Budgetnot
Wie heute bekannt wurde, wird das Tageselternzentrum (TEZ) mit morgigem Datum Insolvenz anmelden. Auslöser für diesen dramatischen Schritt, der 500 betreute Kinder betrifft, war die Kündigung von 27 Tageseltern was die Abgeltung von Abfertigungen, Überstunden-, sowie Urlaubsansprüchen notwendig machte. „Fehlende Inflationsanpassungen des Landes wirkten als Brandbeschleuniger für die Budgetnot des TEZ. Obwohl die prekäre finanzielle Situation schon seit Sommer 2024 bekannt war, legte Marlene Svazek erst im Frühjahr 2026 eine entsprechende Gesetzesänderung vor. Das war offensichtlich zu spät“, so der GRÜNE Bildungssprecher LAbg. Simon Heilig-Hofbauer in einer ersten Reaktion. „Die schwarz-blaue Landesregierung hat die dringend notwendigen Inflationsanpassungen für stark gestiegene Personalkosten auf die lange Bank geschoben und die ist daher mitverantwortlich für die Insolvenz.“ Jetzt mit dem Finger auf die Geschäftsführung zu zeigen greife daher zu kurz. „Neben unbestrittenen kommunikativen und operativen Fehlern des Vereins ist auch die Landesregierung in dieser Causa mitverantwortlich“, so der GRÜN-Abgeordnete. Der Fall TEZ zeige auf wie wichtig verlässliche und planbare Förderungen sind. „Das ist insbesondere mit Blick auf das kommende Doppelbudget relevant. Werden hier weitere reale Förderkürzungen vorgenommen, die von diversen Sozialvereinen nicht kompensiert werden können, drohen möglicherweise weitere Insolvenzen“, warnt Heilig-Hofbauer.
Wichtig ist Perspektive für betroffene Familien
„Wichtig ist es nun, rasch eine Perspektive für die betroffenen Familien der rund 500 vom TEZ betreuten Familien zu schaffen“, fordert Heilig-Hofbauer. Seitens der GRÜNEN wird Svazek aufgefordert, dem Bereich der Kinderbetreuung endlich die nötige Aufmerksamkeit zu schenken.