Skip to main content
01.02.2024 Presseaussendung

Tier­leid bei Zuchtrin­der­ex­por­ten stop­pen

neugierige Kühe, die in die Kamera sehen
"Aus Salzburg werden über 100 Zuchtrinder nach Algerien exportiert. Das verursacht extremes Tierleid und schwächt die regionale Wirtschaft!"
Kimbie Humer-Vogl

Anfang des Jahres hat ein Fernsehbeitrag, der den Export österreichischer Zuchtrinder aus Oberösterreich nach Algerien gezeigt hat, unglaubliches Tierleid offenbart und bei vielen für Betroffenheit gesorgt. Die grüne Tierschutzsprecherin Kimbie Humer-Vogl hat nun in einer Landtagsanfrage nachgefragt, ob auch aus Salzburg Zuchtrindexporte in Drittstaatländer gehen. Die Antwort von Agrarlandesrat Schwaiger ist ernüchternd: Allein im letzten Jahr sind 50 Rinder aus Maishofen im Pinzgau direkt nach Algerien exportiert worden, 50 weitere über den Umweg über Oberösterreich. Wobei die tatsächlichen Zahlen vermutlich weit höher sind. Laut Tierschutzexperten Dr.Alexander Rabitsch wurden im Jahr 2023 insgesamt 5483 österreichische Rinder nach Algerien verschifft. Dass Salzburg da mit „nur“ 100 Tieren zu Buche schlägt ist mehr als unwahrscheinlich. „Tierexporte in Drittstaaten, in denen Tierwohl ein Fremdwort ist, gehören verboten. Jedes exportierte Tier ist eines zu viel. Leider ist die ÖVP hier nach wie vor nicht gesprächsbereit“, sagt Humer-Vogl.

Ende von Tierexporten würde regionale Wirtschaft stärken

Für Humer-Vogl sind die Gründe für die Tiertransporte klar: „Diese Exporte sind das Resultat einer falschen Milchwirtschaft und eines falschen Agrarsystems der EU in den letzten Jahrzehnten“. Man müsse weg von „Turbokühen“ und Überproduktion, hin zu Doppelnutzungsrassen, kleineren Maßstäben und muttergebundener Kälberaufzucht, so Humer-Vogl weiter: „Wenn wir es schaffen, mit heimischem Fleisch auf heimischen Tellern, die regionalen Kreisläufe und die regionale Wirtschaft zu stärken, haben alle etwas davon: die Landwirtschaft, die Konsument*innen und nicht zuletzt die Tiere.“ Dazu bräuchte es auch die Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie, eine Forderung, die bisher am Veto der ÖVP gescheitert ist. „Wir appellieren an die ÖVP endlich ihre Blockadehaltung zum Verbot von Zuchttiertransporten und zur Herkunftsbezeichnung in der Gastronomie aufzugeben! Niemand will wissentlich billiges Fleisch auf Kosten von Tierleid“, so Humer-Vogl abschließend.

Bei Rückfragen, melden Sie sich gerne:

Moritz Engel
Pressesprecher
+43-680-1551562

Kimbie Humer-Vogl

Landtagsabgeordnete, Stadträtin Hallein

[email protected]
Beitrag teilen
1
2
3
4
5
6
7
8