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27.01.2021 Presseaussendung

TIERSCHUTZ-VOLKSBEGEHREN MUSS ERNST GENOMMEN WERDEN

Ein Gockel und eine Henne mit 12 Küken picken im Schatten eines Strauches Körner auf

"Tiere sind nicht einfach ‚Rohstofflieferanten‘ – sie haben ein Recht auf Wohlergehen!"

„416.229 Unterschriften für das Tierschutzvolksbegehren sind ein voller Erfolg. Das zeigt, wie sehr den Menschen dieses Thema am Herzen liegt und welchen hohen Stellenwert der Tierschutzgedanke bei den Bürgerinnen und Bürgern hat“, so LAbg. Kimbie Humer-Vogl, Klubchefin der GRÜNEN im Salzburger Landtag. Für die Tierschutzsprecherin ist das Ergebnis des Volksbegehrens ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Systemwechsel – weg von der Massentierhaltung hin zu regionaler, tierfreundlicher Landwirtschaft und einem Ende von Massentiertransporten.

Massentiertransporten ein Ende setzen

„Jeden Tag werden Tiere unter qualvollen Bedingungen kreuz und quer durch Österreich, die EU und darüber hinaus gekarrt. Die Tiere auf diesen Transporten leiden oftmals unter Durst, Enge und Angst“, so Humer-Vogl. Mit dieser Problematik beschäftigt sich seit vielen Jahren auch Thomas Waitz, GRÜNER EU-Abgeordneter und Mitglied im Tiertransport-Untersuchungsausschuss des Europäischen Parlaments. Er hat erst kürzlich den Weg der Kälber aus Österreich filmisch dokumentiert, um damit die Forderung nach Rahmenbedingungen zu unterstreichen, die es möglich machen, österreichische Kälber auf dem österreichischen Markt zu verkaufen. „Derzeit ist es zum Beispiel billiger, österreichische Kälber zum Mästen nach Spanien zu transportieren und Kalbfleisch aus den Niederlanden nach Österreich zu importieren, als die in Österreich geborenen Tiere regional aufzuziehen, zu mästen und zu schlachten“, gibt auch Humer-Vogl zu bedenken. „Dieses System ist krank, das will niemand, und das gehört endlich geändert.“

Mit Transparenz zu mehr Tierwohl

Eine zentrale Forderung des Tierschutzvolksbegehrens ist auch eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln in Handel und Gastronomie. „Der Konsument soll wissen, ob ein Produkt wirklich aus der Region kommt“, so die GRÜN-Abgeordnete. Sie ist überzeugt, dass es gelingen wird, die Forderungen gemeinsam mit den betroffenen Interessengruppen Schritt für Schritt umzusetzen. „Die Bürgerinnen und Bürger haben ganz klar zum Ausdruck gebracht, dass Tiere nicht einfach ‚Rohstofflieferanten‘ sind. Ihnen steht ein gutes und gesundes Leben zu“, so Humer-Vogl abschließend.

Kimbie Humer-Vogl

Landtagsabgeordnete, Gemeindevertreterin Hallein

[email protected]
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