TOURISMUS DER ZUKUNFT IST BARRIEREFREI!
"Es muss Standard werden, dass Menschen mit Behinderungen auch in der Tourismusbranche bei jedem Projekt mitgedacht werden."
„Viele touristische Angebote fallen für Menschen mit Behinderungen einfach weg. Weil sie nicht barrierefrei sind. Dass St. Martin nun aktiv wird und auf spezielle Angebote für sie setzt, ist vorbildlich.“ So reagiert LAbg. Kimbie Humer-Vogl, Klubchefin der GRÜNEN im Salzburger Landtag, auf den Beschluss der Gemeindevertretung in der Pongauer Gemeinde. Dort soll eine Rollbobbahn gebaut werden, die auch Menschen mit Behinderungen benutzen können. Weitere Angebote – wie zum Beispiel ein Inklusionspark mit Hochseilgarten – sollen folgen.
Unüberwindbare Barrieren im Tourismus abbauen
„Menschen mit Behinderungen stoßen in vielen Lebensbereichen auf Barrieren und Ausgrenzung. Und zwar überall – von der Schule bis hin zum Theater oder eben dem Tourismus. Viele Angebote fallen für diese Menschen also weg“, so die GRÜNE Klubobfrau. Die meisten touristischen Angebote seien nach wie vor nicht barrierefrei: „Eine inklusive Gesellschaft, in der auch Menschen mit Behinderungen mitgedacht werden, ist für mich ein wichtiges Ziel. In allen Bereichen des Lebens sollte das Standard sein.“ Das sei auch Teil des Salzburger Regierungsprogramms. „In diesem Bereich ist noch zu wenig passiert“, so Humer-Vogl.
Barrierefreiheit als ökonomischer Impuls
„Es kann nicht sein, dass es für körperlich, psychische oder intellektuell beeinträchtigte Menschen immer noch so schwierig ist, in Österreich zu verreisen. Die Zukunft des Tourismus wird aber barrierefrei sein“, ist die Abgeordnete überzeugt. „Wegen unserer alternden Gesellschaft wird die Nachfrage nach barrierefreien touristischen Angeboten in Zukunft sogar noch weiter steigen. Insofern werden jene Tourismusdestinationen erfolgreicher sein, die barrierefreie Angebote für diese Zielgruppe entwickelt haben.“ Deutschland gehe laut Humer-Vogl hier mit gutem Beispiel voran: „Dort lässt sich auch sehen, dass die Umsätze steigen, wenn der Tourismus auf Barrierefreiheit setzt. Wir sollten im Land Salzburg hier rasch nachziehen.“