MIT SORGFÄLTIGER BEPFLANZUNG ARTENVIELFALT SCHÜTZEN!
Gerade das Land sollte mit gutem Beispiel voran gehen und bestmöglich versuchen, diesem Verlust der biologischen Vielfalt entgegenzuwirken.
Das Land Salzburg soll bei der Bepflanzung von landeseigenen Flächen in Zukunft verstärkt auf den Aspekt des Artenreichtums Rücksicht nehmen. Das fordert der GRÜNE Umweltsprecher LAbg. Rupert Fuchs. Sein Antrag wird morgen, Mittwoch, im Ausschuss für Raumordnung, Natur- und Umweltschutz behandelt.
Konkret fordert Fuchs die Landesregierung auf:
- bei jeder Neubepflanzung von landeseigenen Hecken, Hängen, Böschungen und Straßenrändern (auch Landesbeteiligungen und -Betriebe) im Sinne der Biodiversität und Bienenverträglichkeit für Artenreichtum zu sorgen. Es soll gezielt gesät, die Flächen weitgehend sich selbst überlassen und selten, aber zum richtigen Zeitpunkt gemäht werden.
- in diesem Zusammenhang auch eine entsprechende Empfehlung an die Salzburger Gemeinden und Schulen weiterzuleiten.
Den Hintergrund seines Antrag erklärt Fuchs so: „Seit einigen Jahren ist immer öfter vom Bienensterben die Rede. Durch zahlreiche Kampagnen ist vielen Menschen bewusst geworden, wie wichtig die Bienen für uns Menschen sind und dass wir diese Tiere unbedingt schützen müsse.“ Ein Hauptgrund für das Sterben der Bienen sei unter anderem das verminderte Blütenangebot zum einen in urbanen Räumen, aber auch am Land durch intensive Landwirtschaft und naturferne Gärten. „Gerade das Land sollte mit gutem Beispiel voran gehen und bestmöglich versuchen, diesem Verlust der biologischen Vielfalt entgegenzuwirken.“
Daher sollen in Zukunft auf landeseigenen Flächen zum Beispiel nur mehr einheimische und keine exotischen Sträucher gepflanzt werden, betont der GRÜNE Abgeordnete Fuchs. In dichter besiedelten Regionen könne gerade auch der insektenfreundliche Bewuchs am Straßenrand ein Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt sein.
Der GRÜNE Umweltsprecher hofft auf breite Unterstützung seines Antrags im Landtag: „Der Erhalt unseres Artenreichtums sollte allen Parteien ein Anliegen sein.“ An den Kosten sollte ein Beschluss jedenfalls nicht scheitern, denn das Ganze koste nichts: „Ganz im Gegenteil: Das Beste ist, wenn wir die Grünflächen weitgehend sich selbst überlassen werden und nur selten, aber dann eben zum richtigen Zeitpunkt mähen – dadurch können überflüssige Mäheinsätze und somit Kosten eingespart werden.“