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01.10.2013 Presseaussendung

ANSTIEG BEI ARBEITSLOSIGKEIT IST AUFTRAG AN NEUE REGIERUNG!

Grüne fordern Bonus-Malus System für Beschäftigung ab 50 und Neuverteilung der Arbeitszeit

„Der September bringt wieder einmal einen besorgniserregenden und ungebrochenen Anstieg der Arbeitslosigkeit und damit für viele Arbeitsuchende eine Verlängerung ihrer Frustration und Sorgen“, äußert sich Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der GRÜNEN, zur heutigen Veröffentlichung der neuen Arbeitslosendaten. „Das wäre aber nicht notwendig: Eine Einigung auf einen Kurswechsel in der Arbeitsmarktpolitik, wie ein Bonus-Malus System für Menschen über 50 und eine Neuverteilung der Arbeitszeit über das Leben könnten mehr Arbeitsplätze und weniger gesundheitsbelastende Arbeit für alle bringen“, zeigt sich Schatz überzeugt.

 

„Die Realität für Menschen ab 50 auf dem Arbeitsmarkt ist eine harte und frustrierende. Sie verlieren ihren Job und werden dann in endlosen AMS-Maßnahmen versteckt. Die letzte Regierung ließ sie damit im Regen stehen“, sagt Schatz. Nach wie vor gibt es keinen konsistenten Plan, wie man die Beschäftigung der über 50-Jährigen nachhaltig anheben will. Das Auslaufen der Invaliditäts-Pension und die Anhebung des tatsächlichen Pensionsalters ist wichtig, doch braucht es als Ergänzung einen Beschäftigungsplan mit Hand und Fuß für diese Altersgruppe“, hält Schatz fest. Viele dieser älteren Arbeitslosen scheinen in der offiziellen Statistik gar nicht auf und werden von einer AMS-Maßnahme zur nächsten geschoben. „Das ist unzumutbar und den meist auch gut qualifizierten Menschen unwürdig. Zudem geht uns damit in Österreich viel Potential im Sinne von Know-How dieser Arbeitskräfte verloren“, kritisiert Schatz.

 

Die GRÜNEN sehen zwei Maßnahmen als unbedingt notwendig an: ein Bonus-Malus-System für Menschen ab 50: jene Betriebe die zu wenig Personen ab 50 beschäftigen, sollen dafür bezahlen und jene, die sie einstellen, einen Bonus erhalten. Sowie Maßnahmen für kürzere Arbeitszeiten und eine neue Verteilung der Arbeitszeiten über das Leben, damit man auch im Alter noch gesund ist und mehr altersgerechte Arbeitsplätze entstehen.​